{"id":6509,"date":"2013-09-04T07:00:35","date_gmt":"2013-09-04T06:00:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nedsblog.de\/?p=6509"},"modified":"2013-09-03T12:45:23","modified_gmt":"2013-09-03T11:45:23","slug":"pierre-michel-lasogga-der-horst-hrubesch-unter-den-jungen-stuermern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.nedsblog.de\/?p=6509","title":{"rendered":"Pierre-Michel Lasogga (der Horst Hrubesch unter den jungen St\u00fcrmern)"},"content":{"rendered":"<p>Die Leihe ist <a href=\"http:\/\/www.hsv.de\/teams\/meldungen\/bundesliga\/2013\/august\/ausleihe-von-lasogga-perfekt\/\" target=\"_blank\">perfekt<\/a>, wir haben einen neuen Hrubesch. Glaubt man zumindest den Aussagen des Trainers und Sportvorstandes <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Daf\u00fcr hat uns Per Skjelbred verlassen. Schade, ich mochte ihn sehr, kann aber sowohl den Verein (brauchten was zu tauschen) und den Spieler (will spielen) verstehen. Per hatte bei uns keinen Stammplatz und war bisher in der Saison nicht mal 3. Wahl bei den Einwechslungen. Sein Spiel ist f\u00fcr das System von Thorsten Fink zu eindimensional: Er versteht es defensiv die rechte Seite zu zu machen, in der Offensive ist er aber fast wirkungslos. Das pa\u00dft eben nicht, nun kann er Spielpraxis bekommen.<\/p>\n<p>Nun haben wir also den gesuchten St\u00fcrmer, der die B\u00e4lle verteilen kann. Lasogga ist trotz seines Alters ein erfahrener Spieler. Er hat bereits in der Bundesliga gespielt und mit 8 Toren bewiesen, da\u00df er in der Lage ist mitzuhalten.<\/p>\n<p>Wer ist dieser Pierre-Michel Lasogga? Da ich in den Berliner Fu\u00dfball wenig Einblick habe, suchte ich mir jemand, der Ahnung davon hat. Dabei bin ich auf Sebastian Fiebrig gekommen. Wie, ein durch und durch eiserner (Sebastian schreibt und redet beim <a href=\"http:\/\/www.Textilvergehen.de\" target=\"_blank\">Textilvergehen <\/a>\u00fcber den 1. FC Union Berlin) soll mir Fragen zu einem Spieler der Hertha beantworten? Klar, neben seiner Liebe zu Union ist er beruflich f\u00fcr die Berliner Morgenpost als Reporter f\u00fcr die Hertha unterwegs und bloggt bei <a href=\"http:\/\/www.immerhertha.de\" target=\"_blank\">immerhertha<\/a> ebenfalls \u00fcber den Berliner Erstligisten. Also der perfekte Interviewpartner f\u00fcr meine Fragen.<\/p>\n<p>Hier das Interview, welches Sebastian und ich per Mail gef\u00fchrt haben:<\/p>\n<p><strong>Wir leihen also einen 21 j\u00e4hrigen St\u00fcrmer aus. Kannst du ihn f\u00fcr uns charakterisieren? Seine Spielweise, wie ist er als Mitspieler, was sind seine St\u00e4rken und Schw\u00e4chen?<\/strong><\/p>\n<p>Das Interessante ist, dass ich zwar schon eine Weile Hertha als Journalist begleite, Lasogga aber nur sehr wenig gesehen habe. Er war einfach durch seinen Kreuzbandriss einfach zu lange raus. Er hat eine sehr direkte Spielweise und ist durchsetzungsstark. Trotz seiner erst 21 Jahre sehe ich in ihm einen etablierten Bundesligaspieler. Das wird vor allem deutlich, wenn man ihn im Vergleich zu gleichaltrigen Spielern sieht. Dagegen wirkt er nicht nur k\u00f6rperlich weiter, sondern auch mental. Er hat eben bereits acht Tore in der Bundesliga geschossen. Er ist sehr ehrgeizig, aber bestimmt kein Spieler, der schlechte Stimmung verbreitet. Er versucht aber manchmal zwei Schritte auf einmal zu gehen. Geduld ist nicht seine St\u00e4rke.<\/p>\n<p><strong>Zuletzt war er mit einem Au\u00dfenbandri\u00df au\u00dfer Gefecht gesetzt. Davor hatte er schon einen Kreuzbandriss. Liegt es an seiner Verletzungsanf\u00e4lligkeit, da\u00df er (noch) nicht zum etablierten Spieler bei Hertha wurde?<\/strong><\/p>\n<p>Nein. Und zwar gleich doppelt. Lasogga war vor seinem Kreuzbandriss definitiv ein etablierter Spieler bei Hertha. Und vor allem war er der Abstiegssituation eher gewachsen als beispielsweise sein kolumbianischer Konkurrent Adrian Ramos, der beinahe leblos spielte. Wie schon gesagt, die mentale St\u00e4rke ist ein riesiger Vorteil von Lasogga.<br \/>\nAllerdings hat er es nicht geschafft, sich unter Jos Luhukay zu etablieren. Das hat verschiedene Gr\u00fcnde. Zum einen war er in der Reha in Gelsenkirchen w\u00e4hrend sich das Team im letzten Jahr auf die Mission Wiederaufstieg vorbereitete und stie\u00df erst im November zum Team. Ins Mannschaftstraining kam er gar erst im Januar. In der Zwischenzeit haben sich die Spieler und Luhukay gefunden, Hertha war seit dem zweiten Spieltag ungeschlagen. Es gab f\u00fcr den Trainer einfach keinen Grund Ramos herauszunehmen und daf\u00fcr Lasogga zu bringen.<\/p>\n<p><strong>Verzichtet Hertha damit nicht auf einen Spieler, den sie selber gut gebrauchen k\u00f6nnen? Im Sturm stehen Adrian Ramos, Sami Allagui und Sandro Wagner zur Verf\u00fcgung. Wieso l\u00e4\u00dft Jos Luhukay ihn gehen?<\/strong><\/p>\n<p>Der Coach setzt auf ein System mit einer Spitze. Daf\u00fcr erscheint ihm der 21-J\u00e4hrige nicht flexibel genug. In einem <a href=\"http:\/\/www.kicker.de\/news\/fussball\/bundesliga\/startseite\/589223\/artikel_luhukay_wir-machen-uns-nicht-kleiner-als-wir-sind.html\" target=\"_blank\">Interview vor wenigen Wochen <\/a>hob er die einzelnen Qualit\u00e4ten seiner Angreifer hervor, die sie neben ihrer Rolle als St\u00fcrmer f\u00fcr das Team haben. Lasogga tauchte in dieser Aufz\u00e4hlung bezeichnenderweise gar nicht auf. Sein Problem bei Hertha ist, dass er im Gegensatz zu Sami Allagui und Sandro Wagner nur als Sto\u00dfst\u00fcrmer seine St\u00e4rken ausspielen kann. Dabei ist allerdings nicht so wichtig, ob das in einem System mit einer oder zwei Spitzen ist.<br \/>\nNach fast einem Jahr ohne Spielpraxis muss Lasogga wieder konstant auf dem Platz stehen. Hertha hat au\u00dferdem ein ureigenes Interesse, den Marktwert des Spielers, der aus genannten Gr\u00fcnden schwer \u00fcber das Training in Luhukays Team kommt, nicht weiter abzusenken. Im Januar hatte noch Stuttgart offiziell vier Millionen Euro geboten, um den St\u00fcrmer direkt nach seinem Kreuzbandriss zu verpflichten. Auch der HSV war interessiert.<\/p>\n<p><strong>Lasogga hat jetzt schon in 4 Vereinen und St\u00e4dten (Berlin, Leverkusen, Wolfsburg und Wattenscheid) gespielt, ist er ein Wandervogel, hat er sich immer weiter verbessert oder warum wechselt er so h\u00e4ufig in der Jugend den Verein?<\/strong><\/p>\n<p>Das kann ich nicht beurteilen. Ich kenne ihn nur aus Berlin. Er selbst ist sehr ehrgeizig. Das mag eine Rolle spielen. Allerdings sollte man nicht vernachl\u00e4ssigen, dass er keinen richtigen Berater hat, sondern von seiner Familie in Vertragsfragen unterst\u00fctzt wird. Das klingt zwar komisch, aber in solchen F\u00e4llen werden manchmal Leistungsentscheidungen von Trainern als pers\u00f6nlicher Affront wahrgenommen. Die Familie sieht das Potential eines Spielers eben naturgem\u00e4\u00df deutlich h\u00f6her. In Berlin habe ich bei Lasogga aber nicht gemerkt, dass so etwas noch einen Einfluss auf ihn hat. Jedenfalls nicht in der t\u00e4glichen Arbeit. Allerdings glaube ich, dass sein Umfeld wohl am liebsten schon im Winter einen Wechsel gesehen h\u00e4tte. Dem hat aber Hertha nicht zugestimmt.<\/p>\n<p><strong>Du kennst dich ja nicht nur gut bei Union Berlin aus, sondern auch bei der Alten Tante aus Berlin, warum will Michael Preetz Per Ciljan Skjelbred leihen? Besteht auf der rechten Seite so ein Bedarf? Was meinst du, wird er sich unter Jos Luhukay durchsetzen k\u00f6nnen?<\/strong><\/p>\n<p>Es besteht Bedarf. Allerdings nicht akut. Die Situation ist so, dass momentan auf der rechten Seite Sami Allagui spielt, der ebenso im Sturmzentrum zum Einsatz kommen kann. Hertha hat mit Marcel Ndjeng nur einen gelernten Rechtsau\u00dfen, der zu Saisonbeginn als rechter Verteidiger eingesetzt wurde. Nun ist er allerdings verletzt. Wenn man den Israeli Ben Sahar beiseite l\u00e4sst, der noch nicht einmal im Kader stand, fehlt einfach ein funktionierendes Backup. Dazu kommt noch der Kreuzbandriss von Alexander Baumjohann, der auf rechts ausweichen k\u00f6nnte.<br \/>\nLuhukay  holt eigentlich keine Spieler, die bei ihm keine Chance haben. Er hat mit Skjelbred gesprochen und danach war der zu einem Wechsel bereit. Hertha sieht ihn in Hamburg als Sechser oder Achter falsch aufgestellt und die besondere St\u00e4rke von Skjelbred auf Rechtsau\u00dfen. Ich vermute, dass der Norweger das \u00e4hnlich sieht und deswegen auch zugestimmt hat. Luhukay hat zudem den Ruf, Spieler weiterentwickeln zu k\u00f6nnen. Davon profitiert Hertha in Transferverhandlungen.<\/p>\n<p><strong>Mal ehrlich, wer ist der Gewinner bei dieser Leihe? Der HSV? Die Spieler? Die Hertha?<\/strong><\/p>\n<p>Im besten Fall alle. Wobei ich zugebe, dass das Risiko f\u00fcr Hertha geringer ist. Auch der finanzielle Einsatz der Berliner ist niedriger. Der HSV zahlt eine Leihgeb\u00fchr f\u00fcr Lasogga, Hertha hingegen f\u00fcr Skjelbred nicht. Wenn Lasogga fit ist und als Sto\u00dfst\u00fcrmer eingesetzt wird, kann er in Hamburg f\u00fcr sehr viel Freude sorgen. Wie gesagt, er ist kein Talent mehr.<\/p>\n<p>Danke f\u00fcr die Antworten und weiterhin viel Erfolg f\u00fcr Union.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><br \/>\nIch vermute, da\u00df Lasogga nicht die erste Wahl des Sportvorstandes war. Ebenfalls finde ich es komisch, da\u00df keine Kaufoption beschlossen wurde. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.<br \/>\nDer neue St\u00fcrmer scheint mir f\u00fcr das System von Thorsten Fink weniger geeignet, suchen wir doch eigentlich einen mitspielenden St\u00fcrmer. Aber als Alternative zu Rudi, Maxi &#038; Jacques bringt doch eine Variante ins Spiel, die uns im Moment noch fehlt.<\/p>\n<p>In diesem Sinne: <strong>Nur der HSV!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Leihe ist perfekt, wir haben einen neuen Hrubesch. 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