{"id":7467,"date":"2017-01-06T21:39:58","date_gmt":"2017-01-06T20:39:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nedsblog.de\/?p=7467"},"modified":"2017-01-07T00:37:29","modified_gmt":"2017-01-06T23:37:29","slug":"tagebuch-06-01-2017","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.nedsblog.de\/?p=7467","title":{"rendered":"Tagebuch, 06.01.2017"},"content":{"rendered":"<p>Essen mit der Familie. Also Muddern ruft schreibt um 14:44 Uhr eine WhatsApp Nachricht, dass die Familie sich um 17 Uhr beim Chinesen in Wohltorf trifft.<\/p>\n<p>Rentner.<br \/>\nGooglet mal Wohltorf und Barmbek, dass liegt nicht auf dem Weg von meiner Arbeit in Norderstedt. Nein. Und zumal ich am Freitag bis 17 Uhr arbeiten mu\u00df. Das macht man mal eben nicht spontan, das muss geplant werden. Ich bin keine 25 mehr, so spontan ist halt auch nicht<\/p>\n<p>Nunja, Vaddern k\u00e4mpft gegen den Schei\u00dfarschlochkrebs und ich bin jetzt nicht der Vorzeigesohn, also macht man dann halt mal fr\u00fcher Feierabend. Okay, Stopp. Das klingt gerade sehr undankbar, so respektlos. So ist es nicht gemeint. Mein Vater und ich haben keine Jeden Tag Beziehung, keine, wir rufen uns st\u00e4ndig an, wir wissen voneinander wie es geht und sind st\u00e4ndig beieinander, Beziehung. Mein Vater ist eben mein Vater. Den sucht man sich nicht aus, aber ich w\u00fcrde ihn sofort aussuchen. Er ist aber eben eben wie er ist. Und ich bin wie ich bin. Das Band zueinander ist eben da. Ach herrje, es ist halt Familie, wie soll man das beschreiben? Ohne dass es gleich als Vorwurf oder als Ausrede ausgelegt wird. Familie ist eben da. So.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich versteht mich die Beste sofort. Es braucht keinen Erkl\u00e4rung, warum mir das gerade wichtig ist, nein, es wird nur gekl\u00e4rt, wie und wann wir uns treffen. Puh, auch das liest sich gerade so, wie ich es nicht meine. Sie wei\u00df halt, was mir gerade wichtig ist und plant dann eben mit mir. Das ist niemals ein Befehl, nichts, was sie tun musss. <\/p>\n<p>Also zur\u00fcck zum Thema. Wir waren also Essen. Im Westseepalast in Wohltorf. Drau\u00dfen, weit weg von zu Hause. <\/p>\n<p>Es war ein Tag nachdem ich meinem Vater erz\u00e4hlt habe, dass die Beste mich tats\u00e4chlich heiraten will. Es war ein Tag nachdem ich erfahren habe, dass mein Vater nicht ohne Hilfe aus der Schweiz zur\u00fcck nach Hamburg gekommen ist. Es war also besonders. Weil es eben kompliziert sch\u00f6n und schwierig gut hier in der Familie ist. Weil es eben Familie ist. Das ist niemals einfach. Aber zur\u00fcck zum Text, es war sch\u00f6n. Es war wie fr\u00fcher beim Chinesen, wie damals. Nur nicht so lecker, heute kenne ich Lieferdienste, die das Essen besser an die Haust\u00fcr bringen. Aber es war eben unser Chinese, zu dem wir jetzt schon locker 40 Jahre zum Essen gehen, bei dem ich fr\u00fcher immer Schweinefleisch S\u00fc\u00df-Sauer und mein Stiefbruder das mit Cashewkernen (die Nummern der Gerichte kann ich leider nicht mehr auswendig) gegessen habe. Wo es eine Fr\u00fchlingsrolle vorweg gab und mein Vater mit Mr. Newman angesprochen wurde. Vaddern ist aber eben nach oder w\u00e4hrend der &#8222;ich kann es echt nicht mehr z\u00e4hlen&#8220; Chemo eben nicht mehr der Fels in der Brandung, der allem trotzt. Sondern eben ein Mensch um den ich mir Sorgen mache, der mir das leider immer viel zusp\u00e4t mitteilt, obwohl wir das anders machen wollten. Aber es ist eben mein Vater. Eben.<\/p>\n<p>Es war ein sch\u00f6ner Abend. Ich habe wieder diese Spur gelegt bekommen, dass mein Opa beim FSV Frankfurt Fu\u00dfball gespielt hat, damals vorm Krieg, aber das sind alte Geschichten. Ich werde diese Spur irgendwann mal verfoglen. Alles sehr verwirrt und sehr sp\u00e4t heute Abend. Das tut mir leid, es gab aber auch viel zu erz\u00e4hlen. Heute. An einem normalem Freitag.<\/p>\n<p>In diesem Sinne<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Essen mit der Familie. Also Muddern ruft schreibt um 14:44 Uhr eine WhatsApp Nachricht, dass die Familie sich um 17 Uhr beim Chinesen in Wohltorf trifft. Rentner. Googlet mal Wohltorf und Barmbek, dass liegt nicht auf dem Weg von meiner Arbeit in Norderstedt. Nein. Und zumal ich am Freitag bis 17 Uhr arbeiten mu\u00df. 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