{"id":7945,"date":"2017-04-12T21:07:44","date_gmt":"2017-04-12T20:07:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nedsblog.de\/?p=7945"},"modified":"2017-04-12T21:07:44","modified_gmt":"2017-04-12T20:07:44","slug":"tagebuch-12-04-2017","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.nedsblog.de\/?p=7945","title":{"rendered":"Tagebuch, 12.04.2017"},"content":{"rendered":"<p>So ein Arbeitstag k\u00f6nnte manchmal dann doch noch ein paar mehr Stunden haben. Zumal heute auch noch die Infrastruktur kaputt war und das Arbeiten teilweise unm\u00f6glich war.<br \/>\nEs stand heute auch noch der &#8222;Gro\u00dfeinkauf&#8220; f\u00fcr das Osterwochenende an. Also der im Supermarkt. Am Sonnabend wollen wir noch auf den Markt. Wir waren beim Real in Farmsen, da waren 12 Kassen offen, es war echt was los. <\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg hat mich dann ein Lied bewegt, zu sehr bewegt, als es mir lieb ist.<br \/>\nEs war so irrational ehrlich, so selbst erlebte Wirklichkeit, die v\u00f6llig unfair und unkorrekt ist. Aber so tief ehrlich ist. <\/p>\n<p>Kraftklub, Dein Lied.<\/p>\n<p>Wie gesagt, irrational ehrlich.<\/p>\n<p>Passt zu meinem Tag in San Francisco vor 3 Jahren. Es tut tats\u00e4chlich teilweise weh, sich zur\u00fcck zu erinnern, wie es mir damals ging. Aber es muss sein, dass ich das lese und ver\u00f6ffentliche, auch um es zu verarbeiten.<\/p>\n<p>In diesem Sinne<\/p>\n<h1>Tag 7. HSV &#038; Baseball<\/h1>\n<p>Late Night Game mit Extra Innings am Abend vertr\u00e4gt sich nicht gut mit dem Wecker, der morgens um 6:00 Uhr klingelt. Das Ausw\u00e4rtsspiel des HSV in Hannover stand an. Skygo machte es mir m\u00f6glich, dabei zu sein. Auch wenn ich diese Erfahrung gerne nicht gemacht h\u00e4tte. Was ein grausliches Spiel von uns. Das tut echt weh, wenn man seinen Verein so dem Abgrund entgegen taumeln sieht.<\/p>\n<p>Weh tut es auch, wenn die HSV Familie fast geschlossen in Hannover ist und man kann nicht dabei sein. Selbst wenn man in Deutschland w\u00e4re. Das fehlt mir alles so sehr und macht mich t\u00e4glich traurig.<\/p>\n<p>Ich habe dann den fehlenden Schlaf nachgeholt um f\u00fcr das Spiel der Giants fit zu werden. Es war das Spiel um 13 Uhr, so da\u00df ich dachte, es wird nicht wieder ein so langer Abend. <\/p>\n<p>Das Spiel war so weit okay, wir haben im Moment neben dem Starting Pitching Problem auch ein Problem in der Offensive. Mann, da wird nach Mist geschwungen. Um mich herum haben viele zugestimmt, da\u00df einige Spieler eine Pause brauchen. <\/p>\n<p>Nach dem Spiel war ich dann nicht sicher, was ich noch machen soll. Was zu Essen finden? Bier kaufen und mich auf mein Zimmer verziehen? Das kann es doch auch nicht sein. Ich mu\u00df raus, mich mit Leuten treffen. Und wie der Zufall es will sprach mich jemand auf der Stra\u00dfe an, ob er eine Zigarette haben k\u00f6nne. So fangen die guten Geschichten hier f\u00fcr mich an. Wir kamen also ins Gespr\u00e4ch \u00fcber das Spiel, woher man so kommt. Gabriel ist aus Chile und hat sich gut eine halbe Stunde mit mir \u00fcber Fu\u00dfball unterhalten. Er hat es so gut verstanden, da\u00df ich erstens mein Tah Trikot unter dem Giants Trikot trage (Es war Spieltag!) und morgens aufgestanden bin. Er lud mich dann ein, zusammen mit seiner Frau und guten Freundin ein Bier zu trinken. Das war lustig, die Gespr\u00e4che waren toll und ich wurde unterhalten. Besser geht es nicht. <\/p>\n<p>Geht es doch. <\/p>\n<p>Gabriel, Megan und Ruth wollten dann unbedingt, da\u00df ich mit zu einer Party in den Stadtteil &#8222;Mission&#8220; kommen soll. Ich habe dreifach nachgefragt, ob es okay sei und bin dann mitgegangen. Im Safeway wurde kaufte ich dann noch 2 Sixpack Bier, so ohne was wollte ich nicht zu einer Fremden ins Haus. An der Kasse brachte ich dann den Leuten in der Schlange Deutsch bei, das war richtig lustig. Der Kassierer verabschiedete mich mit einem perfektem &#8222;Auf Wiedersehen!&#8220;.<\/p>\n<p>Wir fuhren dann mit Uber (ein privater Fahrservice \u00e4hnlich wie Lyft) zu der Wohnung und ich war ein wenig \u00e4ngstlich, ob ich dort gern gesehen war. Ich war es. <\/p>\n<p>Es lag nicht nur an dem Bier, sondern die Leute haben sich f\u00fcr meine Geschichte interessiert. Mit Megan habe ich dann ein tolles Gespr\u00e4ch gef\u00fchrt, sie hat mir erz\u00e4hlt, wie schwer es f\u00fcr sie ist, da\u00df Gabriel aus erster Ehe eine Tochter hat und ich habe ihr erz\u00e4hlt, was mich gerade besch\u00e4ftigt. Dar\u00fcber zu reden hat uns beiden sehr gut getan.<\/p>\n<p>Auf dem Balkon haben dann einige noch Weed geraucht (ich werde hier nicht schreiben, ob ich inhaled habe ;-) ). Ich habe dann gefragt, es sei doch illegal in Kalifornien. Die Antwort war ja, aber&#8230; Wenn du eine Krankheit hast, bei der Marihuana hilft, dann kannst du es rauchen. Er erz\u00e4hlte mir, da\u00df es da einen Doktor gibt, der dich ein Formular ausf\u00fcllen l\u00e4\u00dft und auf der R\u00fcckseite stehen dann die Krankheiten zum Ankreuzen, die es braucht, um ein Rezept zu bekommen. Wahnsinn.<\/p>\n<p>Als das Bier dann alle war und alle Hunger hatten wechselten wir ins &#8222;The Nappy Tandy&#8220; mitten im Hipster Viertel. OMG, in der Bar sa\u00dfen Freunde von Freunden, die in jedes Hipster Schema passen, da\u00df jemals aufgestellt wurde. Da war die junge Frau, die alle mit &#8222;Hi, how are you, I love your &#8230;&#8220; Nachdem ich allen mein HSV Trikot gezeigt hatte (niemand konnte es sich vorstellen, da\u00df ich das unter meinem Giants Trikot trage) sagte dieses junge M\u00e4dchen doch, da\u00df sie Fu\u00dfball doch so liebt, sie sei doch aus Brasilien. Auf meine Frage, welche Mannschaft sie denn verfolgt (jeder hat seine Mannschaft in Brasilien!) antwortete sie: The National Team&#8230; Ich habe danach kein Wort nicht mehr mit ihr geredet, ernst genommen habe ich sie davor sowieso schon nicht.<\/p>\n<p>Ich a\u00df noch einen leckeren Burger und unterhielt mich lieber mit Rebecca (das war die, bei der ich in der Wohnung war) und Ruth. Rebecca ist lesbisch und hat wohl gerade eine ziemlich harte Trennung hinter sich. Ruth macht eine Ausbildung zur Krankenschwester und wir haben uns lange \u00fcber Beziehungen und das amerikanische Sozialsystem unterhalten. Es war ein wundervoller Abend. Als dann der Gro\u00dfteil der Leute noch woanders hin wollte, bin ich dann lieber nach Hause, ich wollte nicht so aufdringlich sein. Aber Rebecca und Ruth haben den Abend mit mir genossen, so wie ich.<\/p>\n<p>Schlafen war dann wieder beschissen, aber das kenne ich jetzt ja schon.<\/p>\n<h2>Bilder<\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nedsblog.de\/wp-content\/uploads\/urlaub\/2014\/04\/2014-04-12-07.43.40.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nedsblog.de\/wp-content\/uploads\/urlaub\/2014\/04\/2014-04-12-07.43.40-300x225.jpg\" alt=\"2014-04-12 07.43.40\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignnone size-medium wp-image-183\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So ein Arbeitstag k\u00f6nnte manchmal dann doch noch ein paar mehr Stunden haben. Zumal heute auch noch die Infrastruktur kaputt war und das Arbeiten teilweise unm\u00f6glich war. Es stand heute auch noch der &#8222;Gro\u00dfeinkauf&#8220; f\u00fcr das Osterwochenende an. Also der im Supermarkt. Am Sonnabend wollen wir noch auf den Markt. 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