{"id":8191,"date":"2017-06-20T21:17:50","date_gmt":"2017-06-20T20:17:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nedsblog.de\/?p=8191"},"modified":"2017-06-20T21:17:50","modified_gmt":"2017-06-20T20:17:50","slug":"tagebuch-20-06-2017","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.nedsblog.de\/?p=8191","title":{"rendered":"Tagebuch, 20.06.2017"},"content":{"rendered":"<p>Heute morgen bin ich aufgestanden, wie ich es an so vielen Dienstagen getan habe. Kaffee, Brot schmieren, Duschen, einen sch\u00f6nen Tag w\u00fcnschen, halt ein Tag wie verdammt noch mal jeder andere. Die Sonne scheint.<\/p>\n<p>Raus aus dem Haus wie jeden anderen Tag der Arbeitswoche auch.<\/p>\n<p>Drau\u00dfen dann dunkle Wolken. <\/p>\n<p>Ich beschreibe das so gerne, weil mir einfach nichts anderes einf\u00e4llt. Drau\u00dfen ist es wundervoll, blau, die gelbe Sonne, der leichte Wind. Drinnen ist es dunkel. Und es bleibt dunkel. Egal wohin die Gedanken sich versuchen zu fliehen, irgendwann kommen sie zur\u00fcck. Sie sind ja nie weg.<\/p>\n<p>Gedanken? H\u00f6rt sich so greifbar an, so erkl\u00e4rbar an. Es ist keine Angst, keine Panik, kein unbehagliches hier will ich nicht sein. Es ist dunkel. Es hat keine Farbe, ist nicht schwarz. Es ist nicht greifbar.<\/p>\n<p>Ich sitze auf der Arbeit und bin vertieft in Programmiercode. Mein Tee ist alle. Ich gehe los. Auf der H\u00e4lfte der Strecke holen mich die dunklen Wolken ein. Ich wei\u00df in dem Moment nicht mehr, was ich eigentlich wollte. Zum Gl\u00fcck bin ich an jedem anderem Tag auch st\u00e4ndig auf dem Flur unterwegs, der Hans Dampf in allen Gassen. Weil ich das mag. Und es f\u00e4llt dann eben nicht auf, wenn ich in einem B\u00fcro stehen bleibe und ein Gespr\u00e4ch anfange. Oh ja, das kann ich. Und wenn ich mit einem Witz auf meine Kosten anfange, ich bekomme die Leute dazu, sich mit mir zu unterhalten. Das ist das gr\u00f6\u00dfte Schutzschild, was ich aufbauen kann. Was ich schon immer aufbauen konnte. Immer L\u00e4cheln und Winken. Jahrelang mein Motto. Egal was drinnen ist, drau\u00dfen bekommt das ganz sicher niemand mit. Oh, so sicher nicht.<\/p>\n<p>Die Juniorette abgeholt und den dummen dummen so dummen Fehler gemacht alleine in den Supermarkt zu gehen. Sie hatte noch ein Kratzeis und wollte das in Ruhe aufessen. Wir hatten gekl\u00e4rt, welcher Joghurt und welcher Aufschnitt aufs Brot mit in die Schule soll, also konnte ich alleine los. Gro\u00dfer Fehler. Einkaufswagen nicht wieder gefunden, vergessen, ob und was man schon im Wagen hat, trotz des Einkaufszettels dreimal alles checken. Ich bin ja nicht mal in der Lage einzukaufen.<\/p>\n<p>Am liebsten h\u00e4tte ich mich einfach irgendwo hingesetzt. Nichts getan. Geweint, geguckt, geirgendwas. Nur nicht einkaufen. Das geht aber nicht. Die Juniorette wartet im Auto. Es geht nicht. Ich habe tats\u00e4chlich keine Ahnung, wie ich alles in den Einkaufswagen bekommen habe. Es war aber alles drin. Und wenn die Juniorette an meiner Seite ist, funktioniere ich. <\/p>\n<p>Mit der Juniorette bei Oma noch f\u00fcr das Diktat \u00fcbermorgen ge\u00fcbt. Zu Hause haben wir noch das Bett neu bezogen (endlich hat die Juniorette mal geholfen) und ein wenig KIKA geschaut. Die Beste kam dann nach Hause und hat den fantastischen Tomatensalat von gestern mit neuen Tomaten noch mal aufgepeppt und Abendbrot gegessen. Dazu gab es vom selbstegmachten Brot ein paar Scheiben. <\/p>\n<p>Ich habe noch Essen f\u00fcr Morgen vorgekocht.<\/p>\n<p>Die dunklen Wolken gehen nicht weg. Ein kurzer Augenblick ohne Ablenkung und sie finden dich. Sie sind da. Sie stellen keine Angst dar, keine Furcht, kein Unwohlsein. Sie sind da. Sie lassen dich vergessen, was du gerade noch tun wolltest, was du gerade denken wolltest.<\/p>\n<p>Die Beste bekommt all das ab. Ich habe keine Ahnung, warum sie das noch mit macht. Ich liebe sie so sehr. Und kann es an einem Tag wie heute so gar nicht zeigen. <\/p>\n<p>Schlafen gehen. Schlaf. Da ist man mit sich.<br \/>\nVersuchen wir das mal. (innerlich wissen lachend ab)<\/p>\n<p>In diesem Sinne<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute morgen bin ich aufgestanden, wie ich es an so vielen Dienstagen getan habe. Kaffee, Brot schmieren, Duschen, einen sch\u00f6nen Tag w\u00fcnschen, halt ein Tag wie verdammt noch mal jeder andere. Die Sonne scheint. Raus aus dem Haus wie jeden anderen Tag der Arbeitswoche auch. Drau\u00dfen dann dunkle Wolken. 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