{"id":8977,"date":"2020-12-30T16:30:01","date_gmt":"2020-12-30T15:30:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nedsblog.de\/?p=8977"},"modified":"2020-12-29T18:43:21","modified_gmt":"2020-12-29T17:43:21","slug":"2020","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.nedsblog.de\/?p=8977","title":{"rendered":"2020"},"content":{"rendered":"<p>Ach schau an, das Jahr ist rum und hier ist nichts passiert. Okay, das stimmt nicht ganz, meine Werbelinks bringen mir immer noch Geld ein, obwohl es hier so still ist. Ich vermute, dass es die Belohnung f\u00fcr die viele Arbeit aus der Vergangenheit ist. Nehme ich.<\/p>\n<p>Das Jahr 2020 fing mit gro\u00dfen Pl\u00e4nen an: Urlaub mit der Juniorette im Sommer, im Herbst 3 Wochen Hochzeitsreise, die \u00fcblichen Ausw\u00e4rtsfahrten in und um Hamburg mit Falke, bei der Arbeit tolle Projekte und dann wurde doch alles anders. Vor allem unerwartet viel Neues. Die erste Mannschaft vom HFC Falke hat im Kalenderjahr 2020 7 Pflichspiele ausgetragen. Das ist sehr wenig, wenn sich deine Freizeit um diesen Verein gestaltet. Sehr wenig. Das gesamte Vereinsleben stand still und mir wurde klar, wie sehr mein Leben dadurch ausgef\u00fcllt war. Mit anderen Mitglieder Fu\u00dfball schauen, Themen rund um den Verein diskutieren oder einfach nur D\u00f6ntjes schnacken. Das fiel alles weg. Digital haben wir was angeboten, ich habe auch am Anfang daran teilgenommen, aber das ist nichts f\u00fcr mich, macht mich eher fertig, als dass es mir gut tut. Zumal, wer mich kennt, wird das wissen, rede ich sehr gerne sehr viel und das ist in einem Video Chat nicht unbedingt vom Vorteil. Ich habe es noch ein paar Mal versucht, aber ich m\u00f6chte das niemanden mehr antun.<\/p>\n<p><strong>Conora<\/strong><br \/>\nWo fange ich an? Ich habe von der ersten Sekunde an eine riesengro\u00dfe Angst vor diesem Virus gehabt. In den ersten Wochen habe ich freiwillig das Haus nicht verlassen. Dabei ging es mir gar nicht darum, andere zu sch\u00fctzen, ich hatte einfach Angst. Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits l\u00e4nger schon Probleme beim Atmen und Schmerzen in der Brust, ich w\u00e4hnte mich also nat\u00fcrlich sofort in der Risikogruppe. Ich habe das Haus einfach nicht verlassen, niemanden besucht und selbst ein Treffen mit der Familie fiel mir sehr sehr schwer. Ich werde die fragenden Augen meiner Mutter nie vergessen, weil sie mir angesehen hat, dass ich sie jetzt einfach mal nicht umarmen kann. Wir wussten zu dem Zeitpunkt schon mehr, haben alle aufgepasst, aber ich habe es einfach nicht tun k\u00f6nnen. Es ging nicht. Ich hatte einfach Angst. Irrationale Angst, andere haben ja gezeigt, dass man sicher raus gehen kann, wenn man sich nur an die Vorgaben h\u00e4lt.<br \/>\nEs dauerte sehr lange, bis ich wieder unter Menschen ging, bis ich \u00fcberhaupt nach drau\u00dfen gegangen bin. Auch habe ich selten Familie und Freunde besucht oder mich besuchen lassen. Drau\u00dfen war es okay, in der eigenen oder gar eine fremden Wohnung f\u00fchlte ich mich einfach nicht wohl.<\/p>\n<p>Als die Zahlen dann besser wurden, wurde auch meine Angst weniger. Wie bl\u00f6d eigentlich, der Virus war ja niemals ganz weg. <\/p>\n<p>Die Pandemie hat mir einiges klar gemacht. Ich habe zum Beispiel aufgeh\u00f6rt Tageszeitungen zu lesen. Wenn was Wichtiges passiert, werde ich das schon mitbekommen. Es ist nicht wichtig, immer sofort zu wissen, was \u00fcberall auf der Welt passiert. Interessant ist es auch, wie viele Menschen pl\u00f6tzlich Virologen sind. Das war sehr faszinierend. Mein Ratschlag aber, wenn du kein Virologe bist: Halt die Backen!<br \/>\nSchwer zu ertragen sind Anweisungen, wie ich mich denn zu f\u00fchlen habe. Du hast nicht ansatzweise Ahnung, was in meinem Kopf oder meinem Herzen los ist, also halt deinen Rand! <\/p>\n<p>&#8222;Woanders ist es schlimmer&#8220; ist \u00fcbrigens das neue &#8222;In Afrika verhungern die Kinder&#8220;. Wow.<br \/>\nBeides sehr richtig, hilft mir gerade aber so \u00fcberhaupt nicht weiter. <\/p>\n<p>Ich habe oft \u00fcberlegt, wie ich mich mit 20 w\u00e4hrend der Pandemie verhalten h\u00e4tte und ich kann euch versichern, dass ich mich nicht den Regeln konform in der \u00d6ffentlichkeit bewegt h\u00e4tte. Wenn mir jemand sagt, ich darf etwas nicht tun, dann k\u00f6nnt ihr euch vorstellen, was ich dann getan habe. Genau. Das Gegenteil. Ist das immer richtig? Nein. Muss man deswegen die Moralkeule schwingen? N\u00f6. Ich bin der festen \u00dcberzeugung, dass alle Moralapostel da drau\u00dfen genug Dreck am Stecken haben.<br \/>\nAchja, Twitter ist und war w\u00e4hrend der Pandemie sehr schwer zu ertragen. Ich habe viel aussortiert. <\/p>\n<p>Es gab wieder diese Tage, an denen die grauen Wolken nicht weg gehen wollten. Ob das durch Corona getriggert wurde oder eben einfach immer noch da ist und jedes fucking mal kommt, wann es will, wei\u00df ich nicht.<\/p>\n<p><strong>Oma<\/strong><br \/>\nIch wei\u00df gar nicht, ob ich hier oft von Oma geschrieben habe? In diesem Jahr ist Oma verstorben. Es ging dann sehr schnell, sie ist nach Angabe der Menschen vor Ort ohne Schmerzen einfach nicht mehr aufgewacht. Das klingt gut.<br \/>\nIch war und bin sehr traurig, dass Oma nicht mehr da ist, aber Oma war schon sehr lange nicht mehr da. Die Demenz hatte sie dann immer mehr im Griff und meine t\u00e4glichen Besuche waren nur noch selten so erf\u00fcllend, wie sie es fr\u00fcher waren. Es gab Jahre, da war ich im Grunde jeden Tag bei Oma. Ich wohne ja um die Ecke, auf dem Weg nach Hause noch kurz vorbei schauen war t\u00e4gliche Routine. <\/p>\n<p>Bei Oma war es immer egal, wen wir mitgebracht haben. Sie hat jeden Menschen akzeptiert so wie er ist. Sie hat aber schnell erkannt, welcher Mensch gut oder schlecht f\u00fcr einen ist. Und was soll ich sagen, sie hatte immer recht. Immer. <\/p>\n<p>Oma hat immer erst an alle anderen gedacht, bevor sie an sich gedacht hat. Und das mit voller Hingabe. Die Geschichten aus der &#8222;schlechten Zeit&#8220; sprechen da B\u00e4nde. Wir haben am Ende, bevor sie zu dement wurde, viel dr\u00fcber geredet. \u00dcber den Krieg und das von ihr erlebte. Ich bin sicher, sie hat mir nur die H\u00e4lfte erz\u00e4hlt, was vollkommen in Ordnung ist. Ich h\u00e4tte vermutlich mehr als die H\u00e4lfte nicht ertragen. Ich erinnere mich, wie sie mal der Juniorette versucht hat zu erkl\u00e4ren, dass sie nichts mehr hatte, weil ihr Haus ausgebombt wurde. Ich kann mir das nicht mal ansatzweise vorstellen, f\u00fcr die Juniorette war es vermutlich eine Geschichte aus der weiten Ferne. <\/p>\n<p>Eine meiner liebsten Geschichte: Sie hat ihre Oma und Opa damals zur Wahl begleitet und wollte danach nat\u00fcrlich wissen, was denn gew\u00e4hlt wurde. Die Gro\u00dfeltern wollten das in der \u00d6ffentlichkeit nicht \u00e4u\u00dfern, ich vermute, sie hatten nicht die NSDAP gew\u00e4hlt. Auch auf Dr\u00e4ngen haben sie es nicht erz\u00e4hlt, was Oma zu der lauten Aussage &#8222;Schei\u00df Hitler&#8220; verleiten lie\u00df. Das Ende war, dass sie sehr schnell vom Wahllokal weg gezerrt wurde, damit das ja niemand h\u00f6rt.<\/p>\n<p>Oma war aber am Ende dement. Die Geschichten wiederholten sich, ich erz\u00e4hle immer noch gerne, dass sie mich alle 5 Minuten gefragt hat, wo denn ihre Z\u00e4hne seien. Die waren gerade zur Reparatur beim Zahnarzt, was ich dann auch erkl\u00e4rte. Nach 5 Minuten stellte sie die Frage dann erneut. Und so weiter. <\/p>\n<p>Als Oma dann ins Altersheim ging, war Oma f\u00fcr mich schon lange nicht mehr Oma. Ich habe sie dort nie angerufen, weil ich nicht wusste, was ich h\u00e4tte fragen sollen. Ja, ich h\u00e4tte einfach nur zuh\u00f6ren sollen, ich werfe mir das schon selbst oft genug vor, aber ich wollte die Erinnerung an meine Oma behalten. <\/p>\n<p>Trotz Corona sind wir dann nach Franken zur Beerdigung gefahren. Es war nur im engsten Kreis, Familie und nicht mehr. Oma wollte das so. Wir waren in einem Ruheforst. Oma hat sich ihren Baum selber noch ausgesucht und was soll ich sagen: Es ist der tollste Baum der Welt. Er steht f\u00fcr alles, was meine Oma f\u00fcr mich war. Ich vermisse sie sehr. Manchmal sogar mehr als meinen Vater, weil sie \u00f6fter f\u00fcr mich da war. Oma war immer f\u00fcr mich da. <\/p>\n<p>Ich liebe Dich Oma.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nedsblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Baum-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-8991\" srcset=\"http:\/\/www.nedsblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Baum-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.nedsblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Baum-144x144.jpg 144w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/p>\n<p><strong>Basti und Axel<\/strong><br \/>\nSaskia und ich wollten eigentlich dieses Jahr unsere Hochzeitsreise machen. Ein paar Wochen USA, mit Baseball, Cabrio und mindestens eine Woche Erholung in San Diego. Gut, dass war dann irgendwann aus der Welt, da ans Reisen nicht mehr zu denken war. Also planten wir ein verl\u00e4ngertes Wochenende in M\u00fcnchen. Von dort kommt man schnell in meine geliebten Berge und wir kennen dort viele Menschen. Gut, treffen h\u00e4tten wir die Menschen dann vermutlich nicht k\u00f6nnen, am Ende war in M\u00fcnchen die Inzidenzzahl und die entsprechenden Ma\u00dfnahmen zu hoch, so dass wir uns dagegen entschieden.<\/p>\n<p>Dann verk\u00fcndete <a href=\"https:\/\/www.wett-broetchen.de\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Wett Br\u00f6tchen<\/a>, dass es in Frankfurt ein H\u00f6rertreffen geben wird. Drau\u00dfen, mit Abstand und den Regeln in Frankfurt entsprechend. Saskia und ich haben nicht lange \u00fcberlegt, buchten einen Zug und das Hotel und sind am Samstag morgen los nach Frankfurt. Dort haben wir wie Touristen am R\u00f6mer Schnitzel mit gr\u00fcner So\u00dfe gegessen und ein paar \u00c4ppler getrunken. Der tolle Tag wurde mit dem Weg zum H\u00f6rertreffen gekr\u00f6nt. Wir waren viel zu fr\u00fch und haben noch ein bis drei Wegbier zu uns genommen. Da wir die Location nicht genau kannten, versuchten wir uns so zu n\u00e4hern, dass weder Axel noch Basti uns schon vom Weiten h\u00e4tte entdecken k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Der Blick von den Beiden, als wir pl\u00f6tzlich auf dem Platz standen hat die Reise abgerundet. Es war ein so toller Abend, weil sowohl Saskia und ich die beiden einfach zu gerne m\u00f6gen. Tolle Gespr\u00e4che, endlich wieder Menschen, das hat uns beiden sehr sehr gut getan. Was das Internet so alles macht. Ohne Twitter w\u00fcrde ich weder Basti noch Axel kennen. Danke f\u00fcr das Treffen Jungs! Und danke an alle Menschen, mit denen ich sprechen durfte!<\/p>\n<p>Das Wochenende hat mir und auch Saskia echt gut getan. Mal wieder unter Menschen sein, miteinander lachen und quatschen. Dazu noch der Moment der \u00dcberraschung. Alles sehr gelungen. Davon muss es bald wieder mehr geben. Alkoholschwer sind wir dann ins Hotel, seelig grinsend.<\/p>\n<p><strong>SPO<\/strong><br \/>\nWohin mit seinem Urlaub, wenn man nicht reisen darf? Miri hatte da eine Idee: &#8222;Kommt doch einfach an meinem Geburtstag in St. Peter Ording vorbei&#8220;. Gesagt, getan. Wir suchten eine Ferienwohnung direkt bei ihrer Ferienwohnung um die Ecke, aber die wollten mehr Geld f\u00fcr die 4 N\u00e4chte, als ich bereit bin zu bezahlen. Doof, wenn man zu sp\u00e4t bucht und nur noch die Reste bekommt. Wir fanden dann eine Wohnung 20 Minuten Fu\u00dfweg von der Party entfernt, mit WLAN und allem drum und dran. Nun, das alles fanden wir nicht vor. Erstens war es eine andere Wohnung als gebucht, was wir erst nach einem Anruf beim Vermieter erfahren haben und dann war das WLAN das vom Nachbarn, welches wir auch erst auf Nachfrage bekamen.<\/p>\n<p>Nun mag es einige geben, die sagen &#8222;Hey, du bist im Urlaub, wozu brauchst du WLAN?&#8220;<br \/>\nEine gute Frage, wir hatten zwei Wohnungen zur Auswahl bei der Buchung: Eine mit und eine ohne WLAN. beide im gleichen Umfeld. Mit WLAN war nur ein paar Euro teurer, also sagten wir uns, dass wir dann eben mit WLAN buchen. Wenn man daf\u00fcr bezahlt und dann keine Leistung bekommt, ist das einfach \u00e4rgerlich. Wir hatten das Gef\u00fchl, dass der Vermieter sich nicht bem\u00fcht hat. Das ist \u00e4rgerlich, wenn es dann auch noch dein einziger Urlaub in dem Jahr ist.<\/p>\n<p>In diesem Urlaub sind wir keinen Tag unter 15000 Schritten ins Bett gegangen. Das war sch\u00f6n. Wir haben viel Fisch gegessen, haben uns mal Zeit f\u00fcr uns Zwei genommen. Obwohl wir beide im Homeoffice sitzen und uns jeden Tag sehen, sind wir dann doch eher froh, wenn wir mal nicht beisammen sind. Zu Hause ist es dann eben was anderes. St. Peter Ording hat uns den Kopf frei gepustet.<\/p>\n<p><strong>R\u00fccken<\/strong><br \/>\nIhr seht, es ist kein chronologischer R\u00fcckblick. Zu Beginn des Corona Lockdowns im M\u00e4rz habe ich mir erneut einen Hexenschu\u00df zugezogen. Ich kenne das, heile das in der Regel selber mit Ruhe und Tabletten, Homeoffice wurde halt ins Bett verlegt, ich musste mich nicht krank schreiben lassen. Die Pandemie hat seine Vorteile, oder wie man es nimmt.<br \/>\nEs musste aber mal langfristig was getan werden. So geht es ja nicht weiter. Ich habe mir einem Physiotherapeuten gesucht, direkt hier um die Ecke. Aus famili\u00e4rer Empfehlung quasi, Saskia war da zur Reha.<\/p>\n<p>Es war die beste Entscheidung in 2020 dort hinzugehen. Ich habe sehr schnell wieder vertrauen in meinen R\u00fccken gewonnen. Ich erinnere mich noch an eine \u00dcbung, da sollte ich eine 8 kg Kettle Hantel vom Boden aufheben. Ich guckte meinen Trainer an und war fassungslos. Das letzte Mal, dass ich was vom Boden aufgehoben habe, muss so vor 30 Jahren gewesen sein. Die \u00dcbung war aber so gut, dass ich am Ende diese verdammte Hantel vom Boden aufgehoben und wieder zur\u00fcck stellen konnte. Das war ein Gef\u00fchl! Ich war so stolz auf mich, zu was ich f\u00e4hig war. Ich bin meinem Trainer so dankbar daf\u00fcr. Die n\u00e4chsten Wochen tasteten wir uns immer weiter voran, es war pl\u00f6tzlich selbstverst\u00e4ndlich, dass ich eine 8 kg Hantel vom Boden aufhebe. Ich kann jetzt etwas fallen lassen und es wieder aufheben. <\/p>\n<p>Dummerweise war im zweiten Lockdown ein privates Training nicht mehr m\u00f6glich, so harre ich der Dinge, bis es weiter geht, denn ich zahle es aus eigener Tasche und werde das auch weiterhin tun. So beweglich wie jetzt (also nicht jetzt gerade, durch den Lockdown bewege ich mich einfach weniger) war ich schon seit Jahrzehnten nicht.<\/p>\n<p>Es war also nicht alles schlecht.<\/p>\n<p><strong>Vergangenheits-Florian<\/strong><br \/>\nAuch das war gut im Jahr 2020, der Vergangenheits-Florian ist jetzt wirklich in der Vergangenheit und hat keine Auswirkung auf Gegenwart oder Zukunft. Auch das war gut in 2020.<\/p>\n<p><strong>Sarkoidose<\/strong><br \/>\nDer Moment, als der Arzt mir sagte, ich sei unheilbar krank war schon sehr krass. Es kam nat\u00fcrlich auch gleich die Erkl\u00e4rung, dass ich daran nicht sterben werde, aber es war schon ein sehr merkw\u00fcrdiges Gef\u00fchl. <\/p>\n<p>Zur Vorgeschichte: Seit 2 Jahren bin ich arg kurzatmig und habe immer mal wieder Schmerzen in der Brust gehabt und Stechen im Herzen. Ich dachte, dass es an meinem \u00dcbergewicht liegt, hatte ich Anfang des Jahres noch 115 kg auf der Waage. Also fing ich an, weniger zu Essen, verzichtete auf Alkohol in der Woche und ern\u00e4hrte mich insgesamt ges\u00fcnder. Das half, aktuell habe ich 97 kg auf den Rippen. Die Schmerzen drumherum blieben also. Nachdem ich das meiner Frau gebeichtet hatte (Ein Neumann geht nicht zum Arzt, wenn er das n\u00e4mlich tut, dann hat er auch was) hat sie mit Miri zusammen auf mich eingeredet, dass ich einen Termin bei einem Pneumologen und einem Kardiologen machen soll. Ich h\u00f6re auf die beiden, die sind eh ein Traumduo. Also habe ich alles einmal checken lassen. Lungenfunktionstest, EKG, dann sogar ein Belastungs EKG. Als dort nichts gefunden wurde, wurde ein Lungen CT gemacht. Die Diagnose: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sarkoidose\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Sarkoidose<\/a>. Wie oben beschrieben, es ist nicht t\u00f6dlich, aber es gibt auch keine Heilung. Alles sehr komisch. Die Diagnose hat meinen Kopf nat\u00fcrlich noch weniger ruhen lassen. Denn wie oben beschrieben: Ich werde niemals wieder zum Arzt gehen, die finden ja was! Aber, es gibt meistens ein aber, es hat auch eine gute Seite: Ich wei\u00df was los ist. Wenn ich huste wie so ein Kettenraucher, dann ist das eben so. Beide \u00c4rzte best\u00e4tigten mir, dass alle Funktionen ok sind, wir m\u00fcssen jetzt halt beobachten. Das schaffe ich.<\/p>\n<p>Achja, wenn ich nicht an der Krankheit sterbe, dann wird mich meine Frau umbringen, denn nat\u00fcrlich spiele ich die &#8222;unheilbar krank&#8220; Karte sehr h\u00e4ufig. <\/p>\n<p><strong>dunkle Wolken<\/strong><br \/>\nJa, das wird dann 2021 angegangen. Der K\u00f6rper ist auf dem Weg der Besserung, nun muss alles andere weitergehen, besser werden. Aber zum Gl\u00fcck ist es noch lange hin bis 2021.<\/p>\n<p><strong>Abschluss<\/strong><br \/>\nDas Jahr war sehr anstrengend. Es hat an meiner geistigen und k\u00f6rperlichen Verfassung gezehrt. <\/p>\n<p>Meiner Familie geht es gut. Die Juniorette entwickelt sich toll, ich habe das gro\u00dfe Gl\u00fcck mit der perfekten Frau verheiratet zu sein und bis auf ein paar altersbedingte Wehwechen ist das Jahr gut auch am Rest der Familie vorbei gegangen. Es hat uns alle belastet, nicht so viel Zeit wie sonst miteinander verbringen zu k\u00f6nnen. Das wird auch erstmal so weiter gehen. Wir werden das alles durch stehen. <\/p>\n<p>Ich habe einiges \u00fcber mich gelernt. <\/p>\n<p>Ich habe einige Dinge erlebt, die ich noch nie erlebt habe. Hier steht auch nur die H\u00e4lfte von dem, was im Jahr passiert sind, viele private Dinge bleiben dann privat. <\/p>\n<p>Ich bin sehr dankbar f\u00fcr alle Erfahrungen in diesem Jahr. F\u00fcr alle die Menschen, die es mit mir aushalten. Danke!<\/p>\n<p>In diesem Sinne <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ach schau an, das Jahr ist rum und hier ist nichts passiert. 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