{"id":9015,"date":"2021-12-31T11:00:48","date_gmt":"2021-12-31T10:00:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nedsblog.de\/?p=9015"},"modified":"2021-12-24T16:36:31","modified_gmt":"2021-12-24T15:36:31","slug":"2021","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.nedsblog.de\/?p=9015","title":{"rendered":"2021"},"content":{"rendered":"<p>Das Jahr ist rum, wird Zeit mal wieder was zu schreiben.<br \/>\n<del datetime=\"2021-11-15T11:56:56+00:00\">Was ein Jahr 2020 doch war. Jeden Tag zu Hause, nur ein wenige Tage am St\u00fcck Urlaub ausserhalb von Hamburg.<\/del><\/p>\n<p>Was? 2021 war das? Nun gut, gef\u00fchlt war es wie 2020 nur anders. Eingespielter, eingesperrter und erm\u00fcdender. Es ist viel L\u00e4rm \u00fcberall, niemand redet mehr miteinander ohne zu schreien. Andere Meinungen sind schon mal immer falsch, es wird nicht mehr \u00fcber Inhalte und Fakten diskutiert, sondern sich gegenseitig so lange angeschrien, bis beide irgendwann keinen Bock mehr haben.<br \/>\nEntscheidungen treffen gilt als Luxus in einer Zeit, in der dringend Entscheidungen getroffen werden m\u00fcssen. Solidarit\u00e4t endet schon an der eigenen Nasenspitze, wenn es dringend solidarisches Verhalten braucht. Wie soll ich da morgens die Motivation finden, aufzustehen?<\/p>\n<p>Womit soll ich also meinen Jahresr\u00fcckblick f\u00fcllen? Ich war im Homeoffice, im Bett und dann wieder im Homeoffice. Es gab 6 Tage Urlaub mit weg fahren. Maske im Zug ist nicht so mein Ding, ich musste sogar einen Test machen vorher. Es war mein erster, weil ich nur auf Veranstaltungen gehe, bei denen ich nicht getestet werden muss. Ich hasse den Test. Also gehe ich eben nirgends hin. Ist okay. War okay. <\/p>\n<p>Familie fand auch sehr wenig statt, die Eltern werden \u00e4lter, das bringt viele Zipperlein, klein und gro\u00df. Damit fallen dann Besuche aus, weil es entweder nicht erlaubt oder eben nicht gut ist. Zum Gl\u00fcck haben in der Familie alle ihre Tassen so weit im Schrank, dass ein Impftermin schnell gesucht und wahr genommen wurde. Bei mir war es zwei Mal Astra, ohne Nebenwirkungen. Damit konnte dann mehr Familie statt finden, als das Jahr zuvor. Ist wichtig, mit allen gro\u00dfen und kleinen Zipperleins.<\/p>\n<p>Die Juniorette ist in diesem Jahr nicht nur ein Jahr \u00e4lter geworden, sondern ins Teenager Alter gewechselt. Es ist so faszinieren zu sehen, wie sie sich als Mensch entwickelt, welche Werte ihr wichtig sind, auf wen sie h\u00f6rt (das bin sicher nicht ich, dazu war sie zu selten bei mir. Das ist okay so, sie soll machen, was sie m\u00f6chte). Unsere Pandemie Spazierg\u00e4nge waren ein Highlight in meinem Jahr. <\/p>\n<p>Arbeit ist fantastisch stressig. Ich merke, dass ich keine 41 mehr bin, der Druck und Stress wird nicht mehr so leicht hin genommen. Meine Chefin versteht das aber und ist da eine gro\u00dfe St\u00fctze. Im n\u00e4chsten Jahr d\u00fcrfte mein jetziger Arbeitgeber derjenige sein, bei dem ich in meiner Berufskarriere am l\u00e4ngsten bin. Das ist eine Auszeichnung. Sieht f\u00fcr mich auch nicht aus, dass es weniger Herausforderungen geben wird. Im Gegenteil, ich werde weiter gefordert und langweile mich nicht mal ansatzweise. Ein gutes Zeichen.<\/p>\n<p>Damit das nicht \u00fcberlesen wird, schiebe ich mal dies ein<\/p>\n<blockquote><p>Danke<br \/>\nIch m\u00f6chte dem Menschen danken, der mich jeden einzelnen Tag ertragen hat (und dr\u00fccken wir alle die Daumen es noch weiter machen wird) in einem Jahr, in dem wir fast jeden Tag beieinander waren und glaubt mir, niemand h\u00e4lt es bei mir l\u00e4nger aus. Danke SchuSchu! Ja, so nenne ich sie und sie mich. Danke! Ich verstehe immer noch nicht, dass du mit mir Zeit verbringen willst und hoffe, dir wird niemals einfallen, dass dem nicht so ist. Es war nie leicht, aber wir haben geschafft uns nicht gegenseitig umzubringen. Und du hast mir in diesem Jahr drei Mal recht gegeben und es auch laut ausgesprochen.<\/p>\n<p>Meine beste Freundin hat mir in diesem Jahr \u00fcber so vieles hinweg geholfen, danke Miri! Du wei\u00dft hoffentlich, wie wichtig du in diesem Jahr f\u00fcr Saskia und mich warst und es auch weiter sein wirst. Die Abende mit dir waren immer wertvoll und toll.<\/p>\n<p>Nur wenige Menschen haben in diesem Jahr Zeit mit uns verbracht, das war zum Gl\u00fcck auch der Helms. Ob es ein Spaziergang, das Kn\u00fcllern oder einfach was zusammen Essen war. Ich habe jede Minute genossen. <\/p>\n<p>Klara: Danke! Ich liebe dich!<\/p>\n<p>Meine Familie ist f\u00fcr mich da, das ist auch nicht selbstverst\u00e4ndlich. Danke.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Einleitend habe ich geschrieben, dass ich m\u00fcde bin. Das Jahr hat sehr gezerrt und an mir gezehrt. Vor meiner Impfung habe ich mich selber sehr zur\u00fcck genommen, auf das geh\u00f6rt, was die Experten sagten: Bleibt zu Hause. Das war sogar einfach, bin ich eher ein fauler Mensch bin. Mit der Zeit wurde mir aber klar, dass mein &#8222;freiwillger&#8220; Verzicht uns nicht weiter bringt, weil es Idioten gibt, die sich absichtlich unsolidarisch verhalten. Unsolidarisches Verhalten macht mich w\u00fctend. War schon immer so. Bisher habe ich aber bei unsolidarischem Verhalten immer versucht die Ursache zu erfragen um herauszufinden, warum sich so verhalten wird. Dies f\u00e4llt mir mittlerweile immer schwerer, im Kleinen wie im Gro\u00dfen. Warum f\u00e4llt es so vielen so schwer nicht nur an sich zu denken? Ich verstehe es nicht und das macht mich fertig. Die Sch\u00e4den der Pandemie werden noch lange halten. Derzeit ist in meinem direktem Umfeld niemand, der sich unsolidarisch verh\u00e4lt. Da bin ich sehr froh dr\u00fcber, weil ich es nicht ertragen k\u00f6nnte, wenn es jemand w\u00e4re. Mittlerweile trage ich Wut in mir, die ich so nicht von mir kenne. Sie m\u00f6chte raus, aber sowas von raus, kann es aber nicht, weil die Wut nur in Gewalt endet. Und das sollte nie die L\u00f6sung sein. Auch wenn es so verlockend klingt, sie raus zu lassen. <\/p>\n<p>Ich habe keine Ahnung, wie lange diese Wut noch in mir gehalten werden kann. Es wird explodieren, wenn es so weiter geht und ich habe das Gef\u00fchl, dass ich da nicht alleine mit bin. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen wir noch mehr ertragen, vermutlich werden wir das auch, aber DANN MACHT WAS gegen die Idioten! MACHT ENDLICH WAS SCHEISSE NOCH MAL! Wir m\u00fcssen als Gesellschaft doch eine L\u00f6sung gegen solche Idioten finden. MACHT WAS VERFICKT NOCH MAL!<\/p>\n<p>Sorry.<\/p>\n<p>Es gab in diesem Jahr gro\u00dfe Herausforderungen. Dadurch, dass ich sehr viel zu Hause bin und meine Frau selbstverst\u00e4ndlich nicht jeden Abend ein gro\u00dfes Ablenkungsprogramm starten kann, musste ich mich sehr viel mit mir besch\u00e4ftigen. Ich mag das nicht. Ich m\u00f6chte das auch nicht. Ich m\u00f6chte mich von mir ablenken. Tags\u00fcber geht das soweit ganz gut, doch wenn zur Nacht alles ruhig wird nicht mehr.<br \/>\nIch schlafe sehr schlecht und das hilft wirklich nicht. Von April bis Anfang November kann ich in der Nacht wenigstens Baseball gucken, aber das l\u00e4uft eben nicht das ganze Jahr. Podcast helfen ein wenig, halten mich dann aber auch wach. Ich habe mir Dune als H\u00f6rbuch runter geladen, damit ich irgendwas h\u00f6ren kann, um mich nicht mit mir zu besch\u00e4ftigen. Es hilft alles nicht.<br \/>\n<em>(Disclaimer: Die Schuld liegt da nur bei mir, alle um mich herum verhalten sich mir gegen\u00fcber fantastisch, ich habe so ein gro\u00dfes Gl\u00fcck, so viele tolle Menschen um mich zu haben.)<\/em><br \/>\nWas bleibt von diesem Jahr? Ich wei\u00df es nicht. Vielleicht ist das Jahr 2021 irgendwann so verdr\u00e4ngt, dass es nur noch in ganz wenigen Sekunden ein Gef\u00fchl abwirft, welches ich gleich absch\u00fctteln kann. Alleine die Hoffnung das zu glauben fehlt mir. Es wird viel h\u00e4ngen bleiben und der Schaden wird nur sehr schwer zu reparieren sein. Damit mein ich nicht nur mich, sondern uns als Gesellschaft. <\/p>\n<blockquote><p>Entschuldigung<br \/>\nIch habe mich zu wenig bei Familie und Freunden gemeldet und wei\u00df, dass das Schei\u00dfe ist. Ich hoffe, dass ihr mir das verzeihen k\u00f6nnt. Ich kann mir nicht mal erkl\u00e4ren, warum ich es nicht tue. Es ist nur ein kleiner Schritt. Eine Besserung ist leider nicht in Sicht. Irgendwann bekomme ich das hin. Glaube ich zumindest<\/p><\/blockquote>\n<p>Ausblick<br \/>\n2021 sollte eigentlich das Jahr werden, in dem ich anfangen wollte, mich selber besser zu ertragen. Nunja, das muss dann in 2022 passieren. Wird es. Ganz sicher.<br \/>\nOh Mann, ich kann so gut l\u00fcgen.<\/p>\n<p>In diesem Sinne<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Jahr ist rum, wird Zeit mal wieder was zu schreiben. Was ein Jahr 2020 doch war. Jeden Tag zu Hause, nur ein wenige Tage am St\u00fcck Urlaub ausserhalb von Hamburg. Was? 2021 war das? 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