NedsBlog

Meine Sicht der Dinge

8. September 2014
von nedfuller
6 Kommentare

Anfang und Ende

Es mag komisch klingen, aber ich habe nie in einem Verein Fußball gespielt. Damals, vor 32 Jahren, war ich bei einem Training des SV Havighorst dabei, aber es war Winter und wir mußten in der Halle im Kreis laufen. Ohne Ball. Als Jungspund war das der Todesstoß für meine Karriere als Fußballer. Ich habe meinem Vater erzählt (einer der Gründer des SV Havighorst), daß das nichts für mich ist.
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11. Juli 2014
von nedfuller
23 Kommentare

Da war noch was…

Die Saison ist schon 7 14 21 sehr viele Tage vorbei.

Es fällt mir immer noch schwer über die letzten 10 Monate zu schreiben, immer wieder habe ich begonnen und nach ein paar Wörtern abgebrochen. Es wurde doch schon alles geschrieben. Es wurde alles von allen geschrieben. (naja, nicht so ganz, die wichtigen HSV Blogs, die ich lese, haben ebenfalls noch nichts zu der Saison geschrieben, es geht mir also nicht alleine so).

Dies wird jetzt der Versuch, mit dem allem abzuschließen. Jede Saison beginnt am ersten Spieltag und endet am Letzten. Das war bisher bei mir immer so. Ein Tag nach dem letztem Spieltag wollte ich meine Mannschaft schon wieder auf dem Rasen spielen sehen. Es gab Jahre, in denen es vielleicht 2 Tage länger dauerte, aber ich war eigentlich in der Sekunde des Abpfiffs des letzten Spiels schon wieder heiß auf die neue Saison.

Warum ist es diesmal so anders? Warum lassen mir die letzten Monate keine Ruhe?

Weil diese Saison so schwer für mich war, wie keine zuvor. Außerhalb und innerhalb des Vereins gab es so viel, was mich bewegt und krank gemacht hat, daß es eben nicht eine normale Saison für mich war. Ich bin seit 1987 HSV Fan, ich habe Abstiegskampf und das Spiel um die Meisterschaft mit bekommen. Ich stand bei Champions- und Europaleaguespielen im Stadion, habe gegen Uerdingen und Cottbus meine Mannschaft angefeuert… Aber es war noch nie so schwer wie in dieser Saison dafür die Kraft zu finden.

Dieser Blog war und ist schon immer dazu da gewesen, den Stimmen in meinem Kopf ein Ventil zu schaffen. Nun bin ich wahrlich kein gelernter Schreiber, mir fallen die Texte nicht zu, sondern ich muß sie mir hart erarbeiten. Daher habe ich immer versucht die Spielstatistik als Grundlage zu verwenden. Nur konnte ich mich dieses Jahr nicht Zahlen zurückziehen. Das war aber immer meine Rettung, mein Anker an dem ich mich orientiert habe. Wie soll man diese Saison mit Zahlen zusammenfassen?

Wie ihr mitbekommen habt, war es hier sehr still die letzten Monate. Aus Gründen habe ich mich aus den sozialen Medien zurückgezogen. Das hatte auch was mit dem HSV zu tun, aber eben nicht nur. Die Gründe sind aber privat und werden hier nicht zum Thema gemacht. Chemische und ärztliche Hilfsmittel sowie Hopfen/Gerste/Malz machen es mir jetzt möglich, den Versuch zu starten all das, was in meinem Kopf rumschwirrt, aufzuschreiben.

Dieses Blog war und ist immer meine Sicht der Dinge. Diese können völlig falsch sein, damit kann ich aber gut leben.

Zahlen. Auch dieser Saisonrückblick wird Zahlen als Basis haben.

Es bleiben nur 6 Zahlen aus dieser Saison haften bei mir: 0, 1, 3, 21, 27, 75, und >75%.

0
0-0 im Relegationsspiel zu Hause gegen Greuther Fürth.
Die Panik vor dem Spiel wurde bei mir ein wenig gelindert, weil ich geglaubt habe, daß jetzt jedem klar gewesen sein musste, wie tief wir im Sumpf fest stecken. Zu viel BlaBla von Verantwortlichen und Spielern mußte ich diese Saison ertragen, immer wieder hat man festgestellt, daß man nun wisse, worum es gehe.
Ich hatte nie das Gefühl, daß es jedem tatsächlich klar war. Dabei hätte man die Anzeichen doch wahrnehmen können. Die Ergebnisse, der bedingungslose Support der Fans, die Leistungen auf dem Platz. Aber es brauchte ein 0-0 gegen den Zweitligisten um tatsächlich mal aufzuwachen? Wahnsinn. Da ist in mir sehr viel zerbrochen. Man selber kann monatelang nicht schlafen und die Beteiligten lassen nur dumme Durchhalteparolen fallen, anstatt mal die Fresse zu halten und sich voll und ganz auf den Fußball zu konzentrieren. Was bringt einen Spieler dazu sein Verbleib beim HSV an den Strukturen des Vereins fest zu machen? Und das im Abstiegskampf? Ja, ich gucke dich an Cello! Das tat und tut richtig weh.

1
1-1. Man hat mich gefragt, was ich nach dem Abpfiff in Fürth empfunden habe. Nervenzusammenbruch beschreibt es am besten. Eigentlich sollte ich in diesem Moment aus Eigenschutz keine Gefühle mehr empfinden, aber nach dem Abpfiff bin ich in der Arena zusammen gesackt und habe bitterlich geweint. Es fiel alles ab.
T. konnte mir keinen Halt geben. Er stand neben mir und war zum Abpfiff viel zu sehr mit sich selber beschäftigt. Aber er war da. Alleine hätte ich das auch nicht überstanden. Ich wollte mich noch mal bei dir bedanken, daß du mir geholfen hast, das alles durchzustehen. Ich stehe ewig in deiner Schuld.

Auch S. will ich noch sagen, daß ich erst hinterher realisiert habe, daß du mich stützen wolltest. Ich war nur nicht komplett anwesend. Vielen Dank dennoch. Ich weiß es sehr zu schätzen.

Ich habe einmal in meinem Fußballleben eine tiefe Leere empfunden, die Leser dieses Blogs wissen, wann das war…

Aber das, was ich diese letzten Bundesligawochen empfunden habe, kann Leere einfach nicht beschreiben. Fußball war die letzten Jahre mehr als nur ein Spiel meiner Mannschaft auf dem Platz für mich. Es war Familie, Halt, Lachen, Tränen und das alles gepaart mit der besten und tollsten Mannschaft der Welt auf dem Platz. (noch mal: das ist hier meine Sicht der Dinge!) Das alles war es nicht mehr. Der Halt fiel weg, weil ich mich schützen musste, die Tränen fielen weg, weil ich sie nicht mehr weinen konnte, das Lachen war wenn nur kurz und Fußball fand auch nicht mehr statt. Jedes positive Ergebnis wurde von der Mannschaft sofort konterkariert. Es gab in dieser Saison kein Spiel, in dem ich nicht “Ja, aber…” gedacht habe, als ich das Stadion verlassen habe. Nicht, weil ich nicht mehr an meinen HSV glaubte, nein, weil es irgendwann immer schwerer wurde, das zu tun!

[Warum ich da stehe ist nicht Bestandteil der Ausführung, es war meine Entscheidung] Ich stand bei vielen Heimspielen alleine in der Kurve im Stadion. Dieses Gefühl alleine im Stadion zu stehen, den Verein Richtung Abgrund spielen zu sehen, nein, nicht mal meinem ärgsten Feind wünsche ich das. Hölle wäre das Paradies gewesen in dieser Zeit.

Es halfen die Umarmungen vor dem Spiel, wenn es sich ergeben hatte. Danke an alle Umarmer!

Und dann rettet sich mein HSV am letzten Spieltag mit einer Niederlage in die Relegation. Relegation. 2 Spiele. Eins zu Hause, eins Auswärts.

Jeder, der die Relegation gut findet, war selber noch nicht betroffen! Was wollt ihr denn? Spektakel? Sensation? In einem selten gewordenem ruhigem Moment, könnte man sich ja mal die folgenden Relegationspartien vorstellen: VfB-KSC, FCN-Fürth, HSV-St. Adtteilverein. Eine ganze Saison komprimiert auf zwei Spiele. In der eben aufgestellten Konstellation gibt es meiner Meinung nach genug Potential für Eskalationen. Das wollt ihr wirklich?
Nein, Relegation ist was für Eventfans. Für Leute, die Spiele und Brot wollen. Alle anderen wollen klare Verhältnisse (ja, ich weiß, daß mein HSV dann zu recht abgestiegen wäre!)

Nein, die Relegation gehört abgeschafft. Und jeder, der sie weiter haben will, gehört einmal dort hin geschickt. Danach hätte ich dann gerne eine Meinung dazu.

3
Diese Saison durften wir 3 Trainer beim HSV Willkommen heißen. 3 Trainer. Okay, mit Cardosos sind es sogar 4, aber das eine Spiel lassen wir gerne in der Geschichte versumpfen. Der HSV startete mit Thorsten Fink in die neue Saison. Kontinuität war das Ziel, Entwicklung nach oben.
Aber Konstanz liegt am Bodensee und nicht in Hamburg. 6 Spiele durfte der Trainer, der den Kader für die neue Saison bestimmt hat, dabei sein. Es wurde im Pokal gewonnen (ich war gegen Schott Jena dabei, damals war noch alles gut) und in der Bundesliga einmal gewonnen (zu Hause gegen Braunschweig), einmal Unentschieden gespielt (Schalke auswärts, ich war dabei) und 3 Mal verloren (gegen die TSG, in Berlin und in Dortmund). Bei dem Kader ist das schon mal ein Fehlstart. Ich meine, der Vorstand hat gesagt, daß wir uns weiter nach vorne entwickeln wollen. Immerhin waren wir in der Saison davor nur einen Platz vom Europapokal entfernt.

Also mal eben wieder alles anders machen. Nach einem jungen, dynamischen Trainer sollte endlich mal wieder was richtig gemacht werden. Bert van Marwijk wurde verpflichtet. Ein großer Name. Was auch sonst verpflichtet man in Hamburg, wir sind doch wer! Wir machen auch ohne Geld mal eben alles anders. Wo kommen wir denn dahin, mal einen eigenen Weg zu gehen, zu schauen was bei uns im Verein so rum trainiert. Wir sind der HSV, wir kaufen eben den ehemaligen Trainer der Nationalmannschaft der Niederlande. Alles andere ist unter unserer Würde. Und das Beste ist: Wir kaufen ihm im Winter auch noch die Spieler, die er will (ja, beide waren geliehen, ich übertreibe halt ein wenig…) und jeder wundert sich, daß die beiden vielleicht gar nicht in den Kader passen. Aber egal, wir sind der HSV!

Das ging dann, huch wie unerwartet, schief und wieder mußte alles neu gemacht werden. Nur gut, daß Mirko Slomka keine Transferperiode hatte, sonst wären noch mehr Spieler geholt worden.

Und das Fazit, wenn man 3-mal den Trainer wechselt? Man steigt fast ab. Wie soll auch der Kader zur Trainerphilosophie A bei Trainer B oder gar C passen? Und im Verein kommt eh keiner auf die Idee sich mal selber zu überlegen, was genau man eigentlich will. Nun ja, kennen wir nicht anders. Wann war es mal anders? Schema A passt nicht? Keine Sorge, wir haben da noch B (Geld aus dem Fenster geworfen) und dann noch C (noch mehr Geld aus dem Fenster geworfen). Auch das ist eine Methode. Nur leider nicht, um einen Verein erfolgreich Fußball spielen zu lassen.

Ich selber hatte mir von Bert van Marwijk sehr viel erhofft, die Verpflichtung von Mirko Slomka empfand und empfinde ich immer noch als falsch. Aber ich habe auch zum Glück keine Ahnung vom Fußball.

21
Das ist die Zahl der Niederlagen in dieser Saison. 21! Wir haben alles Glück der nächsten Jahre aufgebraucht, daß wir mit der Anzahl an Niederlagen nicht abgestiegen sind.
Wisst ihr, mit ist egal, ob der HSV gewinnt oder verliert, ich werde immer hin gehen. Ich war schon oft vor Spielen nervös, weil ich nicht wußte, wie es ausgeht. Aber diese Saison hatte ich vor den Spielen pure Angst. Weil 10 Jahre stümperhaftes wirtschaften zu genau diesem Punkt geführt hat. Weil Spieler viel zu lange immer noch dachten, daß wir doch der HSV sind, bei uns geht immer alles gut. Wir sind doch ehemalige Nationalspieler, teilweise sogar aktuelle, was soll da passieren? 7 Niederlagen am Stück? Egal, morgen richten wir es. All diese Gedanken fern ab jedweder Realität haben mich fertig gemacht. Weil ich nie das Gefühl hatte, die Mannschaft weiß worum es gerade geht. Um die Mitarbeiter des HSV (Ich kenne persönlich 3, denen ging es ob der Unsicherheit ihres Arbeitsplatzes wahrlich nicht gut), um den gesamten Verein. Aber nein, selbst nach 10 Niederlagen wurde noch so geredet, als wenn alles gut ist, nur ein klitzekleines Stückchen fehlt. Mal im Ernst, alle neuen Trainer haben das Wort “Europa” in den Mund genommen. Was fällt denen ein? Ich war so sauer, und wenn ich mir die aktuelle Entwicklung gerade anschaue, ändert sich nicht ein bisschen. Da wird Geld rausgeschleudert, welches wir nicht haben. So wie immer also.

21 Niederlagen. Der Weg ins Stadion war richtig schwer, weil man sich auf nichts mehr verlassen konnte. Da gewinnt man gegen den BVB und Bayer um dann die Punkte gegen die direkten Konkurrenten liegen zu lassen. Ich war letztes Jahr echt sauer, als alle beim Sieg gegen den BVB zu Hause von einem Freak Spiel sprachen. Jetzt kann ich es verstehen. Wie sind wir in der Lage einen so starken Gegner zu schlagen und dann gegen die direkten Konkurrenten unter zu gehen? Weil der Gegner es zugelassen hat. Meiner Meinung nach aus keinem anderen Grund. 21 Niederlagen sprechen da ihre eigene Sprache, im Grunde kann man dann nur folgern, daß wir bei den paar Siegen einfach nur Glück hatten, daß der Gegner diese zugelassen hat.

Ich will diese angespannte Vorfreude wieder empfinden, wenn ich ins Stadion gehe. Nicht mehr die pure Angst.

75
Irgendwann habe ich mein Tippspiel von der Seite genommen. Wir waren alle so naiv vor der Saison.
75 Gegentore! Das bedeutet, daß wir pro Spiel 2,2 Tore gefangen haben. Also müssen wir 2,2 Tore schießen, um wenigstens einen Punkt zu holen. Das ist doch Wahnsinn. Wieso haben wir 48 Innenverteidiger im Kader, 2 Bundesligatorhüter und bekommen 75 Gegentore?

Kennt ihr noch dieses Gefühl im Spiel, wenn man ein Tor schießt und dann voller Zuversicht in die restlichen Minuten geht? Bei der Anzahl an Gegentore konnte es dieses Gefühl die gesamte Saison nicht geben. Ja, Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein Wahnsinn.

Ich gehe davon aus, daß kein Spieler in unserem Kader stolz auf diese Leistung ist. Aber viel zu oft habe ich nicht erkennen können, daß sie etwas dagegen tun. Der Trainer läßt die Aussenverteidiger blind nach vorne rennen? Klar, machen wir mit, egal wie oft es schief geht. Links und rechts spielen aber keine blutigen Anfänger bei uns. Da erwarte ich Gegenrede! Da erwarte ich ein Aufbäumen!

Thorsten Fink brachte es auf 3 Gegentore pro Spiel, Bert van Marwijk auf 2,3 und Mirko Slomka auf 1,8. Wenigstens die Tendenz hat gestimmt. Aber sie wurde nur von super schlecht zu schlecht. Wenn du 2 Tore pro Spiel schießen mußt, um ein Spiel zu gewinnen, dann läuft gewaltig was schief.

75 Gegentore. Wahnsinn.

>75%
Wenn der obige Teil schon nicht leicht für mich war, fängt es jetzt an, richtig schwer zu werden.
Das ganze sportliche Störfeuer war schon echt beschissen, aber dann gab es den 19.01.2014. Mehr als 75% der anwesenden Mitglieder des HSV e.V. haben den Vorstand beauftragt, eine Ausgliederung auf den Weg zu bringen. Ich hatte damals vor der Abstimmung die Hoffnung, daß eine Mehrheit nicht zu Stande kommt. Meine Hoffnung wurde zerstört.

Nach der Versammlung habe ich (ist wohl ein Wesenszug von mir) sehr schwarz gesehen. Ich habe auf potentielle Risiken hingewiesen und Vermutungen über das weitere Geschehen geäußert. Einige sind davon wahr geworden (Rückzug der CFHH, Einfluß eines potentiellen Investors auf Entscheidungen im Verein zum Beispiel).

Kämpfen wollte ich weiterhin, weil ich die Idee des e.V. immer noch hervorragend finde. Der existiert schon länger als die Bundesliga. Seit 1919 um genau zu sein. Erfolge wurde mit ihm gefeiert, nicht nur im Fußball. Wir waren einer der wenigen Vereine in der Bundesliga, in der man mehr als Fan sein konnte. Genau das hat mich so an den Verein gebunden. Was sollte es sonst sein? Die Erfolge??? Ich bin seit 1987 (nach dem Pokalsieg!) HSV Fan, ich habe noch keinen einzigen Titel gewonnen. Trotzdem ist es für mich immer der beste Verein der Welt! Ich war seit 2007 auf fast jeder Mitgliederversammlung, habe Aufsichtsräte gewählt, Diskussionen zugehört und immer versucht nach besten Wissen und Gewissen zu entscheiden.

Dann kam der 25.05.2014. Schon nach der ersten Versammlung ist etwas in mir kaputt gegangen.
Aber was ich da erleben mußte hat mich zu tiefst verletzt. All die Kultur, die wir im Verein hatten, wurde mit den Füßen getreten. Das war nicht mehr mein Verein. Und nun ist er es auch nicht mehr.
Versteht mich nicht falsch, ich werde immer zum HSV gehen. Meine Dauerkarte wird jedes Jahr verlängert. Aber ich habe so wahnsinnige Angst, daß die Veränderung auch mich verändert hat, daß diese tiefe emotionale Bindung verloren gegangen ist.

Ich habe diese Saison so viele Auswärtsspiele wie noch nie besucht. Ich habe 3 Choreos gebastelt. Zu einer von denen wurden wir am Mittwoch aufgerufen und am Samstag war sie fertig. All dies tat ich, weil es mein Verein ist.

Jetzt spielt dort unten die HSV Fußball AG. Sie trägt immer noch die Raute, spielt immer noch in unserem Stadion. Aber ich habe einfach Angst, daß sie nicht das für mich sein wird, was sie früher war.

Ich werde Förderndes Mitglied der Eishockey Abteilung werden. Meine Mitgliedschaft im Supporters Club werde ich wahrscheinlich aufgeben und nur noch förderndes Mitglied des e.V. sein. Bis auf die Dauerkarte und die Biere im Stadion werde ich versuchen der HSV Fußball AG so wenig Geld wie möglich zu geben. Warum? Weil mir der e.V. weggenommen wurde. Wir sind jetzt nichts anderes als die anderen. Uns unterscheidet nur noch die Farben von anderen Vereinen.

Das ist sicher für viele Leser hier völlig in Ordnung und wird nur halb so negativ gesehen, wie von mir. Ich hoffe ich könnte das auch.

Der HSV war so viel mehr für mich als 11 Jungs mit roten Hosen und der Raute auf dem Trikot. Ich glaube so wie vor dem 25. wird es nie wieder für mich sein.

Wer mich sucht, ich werde weiterhin im Block 22C stehen und versuchen ein wenig Stimmung in die Bude zu bringen. Ich werde mich mit meiner HSV Familie auf die Spiele freuen, wir werden lachen, weinen, trauern und uns freuen.

Aber tief drinnen. Da wird es für mich anders sein.

Ich habe mit dem HSV Saisons erlebt, die ich nie vergessen werde. Aber nachhaltig verändert hat mich diese.

Fazit
Wenn endlich wieder die Bundesliga Saison losgeht, wird es hoffentlich eine ruhige Saison für uns werden. Ein gesicherter 12./13. Platz, ich würde sehr viel dafür geben. Ich würde mich freuen, wenn es neben Tah noch mehr Jungs aus der eigenen Jungend in den Profikader schaffen und freue mich auf alle Spieler, die noch zu uns stoßen werden.
Dem neuen Vorstand und Aufsichtsrat wünsche ich gutes Gelingen. Hoffentlich erfüllen sich die Erwartungen aller Ausgliederer. Ich werde im Stadion sein und mit fiebern.

Um zum Ende zu kommen: Hermann, du fehlst!

In diesem Sinne: Nur der HSV!

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