NedsBlog

Meine Sicht der Dinge

28. Juni 2017
nach nedfuller
Keine Kommentare

Tagebuch, 28.06.2017

Ein anstrengender Monat geht bald zu Ende und Ende nächsten Monats geht es endlich in den Urlaub. 

Bin müde aber sehr glücklich ob der Reaktionen und des Zuspruch auf mein Rumgeschreibe hier. Ein lieber Dank an euch alle, das tut richtig gut. 

In diesem Sinne 

Flattr this!

27. Juni 2017
nach nedfuller
4 Kommentare

Tagebuch, 27.06.2017

Dienstag. An einem Dienstag ist es endlich Zeit vom letzten Donnerstag zu erzählen. Das Setup: Die Beste ist morgens mit der Firma weg gefahren, meine Tante und Onkel sind aus Franken zu Besuch in Hamburg Um Oma zu kidnappen mit nach Franken zu nehmen.

So um 20:00 Uhr war ich zu Hause.
Einige von euch kennen mich ja sogar persönlich und wissen, dass ich sehr gerne rede. Also so richtig gerne.
Am letzten Donnerstag war ich ab 20 Uhr alleine zu Hause. Alleine. Niemand hat mit mir geredet. Das nächste Mal, dass ich mit jemand geredet habe, war um 8 Uhr morgen am nächsten Tag.

12 Stunden. Stille.

Es war die Hölle. Ja, das klingt jetzt sehr lustig, aber ernsthaft, es war die Hölle. Ich habe kein Wort geredet, niemand hat mich gehört. Für mich war es das schlimmste Erlebnis in den letzen 12 Monaten. Nicht zu reden bedeutet für mich, nicht zu existieren. Ich bin nicht da. Ich existiere nicht. So fühlt sich das für mich an. Das klingt lustig, fühlt sich aber nicht so an. Mit der Besten habe ich am Sonntag drüber gesprochen, wir reden ja miteinander. Sie hat mir erzählt, dass sie früher an Wochenenden ab Freitag Abend bis Montag nicht geredet hat und es sehr genossen hat.

Die 12 Stunden Stille am Donnerstag waren für mich Stille genug. Stille ist auch ein Grund, warum ich hier was schreibe. Ich muss das alles los werden.

In diesem Sinne

Flattr this!

26. Juni 2017
nach nedfuller
Keine Kommentare

Tagebuch, 26.06.2017

Heute war endlich Tim wieder da. Das Problem ist nur, dass ich jetzt mit der Besten zusammen wohne und ich alles immer teilen muss. Also eben auch Tim. 

Wir haben gekocht, Spaghetti mit einer Zitronen Soße, so frisch, so lecker. 

Endlich konnten wir Goliath weiter schauen, wurde auch Zeit. Der schönste Kommentar kam dazu von der Besten: Schau mal, wie verliebt er guckt. Es ging im Billy Bob Thornton, mein man crush. 

Ein schöner Abend, endlich wieder mit Tim. Die Beste hat auch Zeit mit ihm verbracht, also schöner kann das Leben nicht sein. Wirklich nicht. 

In diesem Sinne 

Flattr this!

25. Juni 2017
nach nedfuller
Keine Kommentare

Tagebuch, 25.06.2017

Die Beste und ich haben viel geredet heute. 

Wie soll man erklären, dass man um Aufmerksamkeit bittet, aber Aufmerksamkeit nicht hilft. Wenn man Angst vor allem hat, aber eine Umarmung nicht schützt? 

Ich versuche zu erklären. Und sie ist die Beste, sie versucht zu verstehen. 

In diesem Sinne 

Flattr this!

24. Juni 2017
nach nedfuller
Keine Kommentare

Tagebuch, 24.06.2017

Der Abend gestern war tatsächlich nicht einfach. Vaddern ist seit dem Sturz vor ein paar Monaten sehr gealtert. Es ist so ein grauer Schleier um ihn rum. Das tut sehr weh zu sehen. 

Heute morgen habe ich die Juniorette abgeholt. Wir haben dann nichts so richtig getan, sind erst am Nachmittag einkaufen gegangen. Und ja, genau zu dem Zeitpunkt fing es wieder an zu regnen. Herrje. 

Das schönste am heutigen Tag war aber, dass die Beste nach drei Tagen Abwesenheit wieder nach Hause gekommen ist. Wunderschön. 

In diesem Sinne 

Flattr this!

22. Juni 2017
nach nedfuller
1 Kommentar

Tagebuch, 22.06.2017

Heute habe ich gelernt, dass es egal ist, wann ich ins Bett gehe, der Schlaf wird mich nicht finden. Es gab Zeiten, da hat mich das irgendwie beschäftigt, gestresst. Jetzt, wo ich mich daran gewöhnt habe, weiß ich damit besser umzugehen. Es stresst mich einfach nicht mehr, keinen Schlaf zu bekommen. Irgendwann wird mich der Schlaf wieder finden.

Ich saß heute Abend mit meinem Onkel & meiner Tante zusammen bei meiner Oma. Es war der letzte Abend mit Oma für die nächsten 7 Wochen, da sie schon Sonnabend zurück nach Franken fahren. Das wird Oma gut tun, da ist jemand den ganzen Tag da, nicht wie in Hamburg, wo ich einen kleinen Teil des Tages mit ihr verbringen kann. Aber dennoch ist sie so weit weg :(

Den Abend habe ich mit viel zu viel Nudeln Essen und Netflix verbracht. Den ersten Abend ohne die Beste habe ich gut über die Runde gebracht. Morgen treffe ich Vaddern.

In diesem Sinne

Flattr this!

21. Juni 2017
nach nedfuller
Keine Kommentare

Tagebuch, 21.06.2017

Durch den Tag gequält, ich war doch sehr müde. Gefreut habe ich mich über die vielen Reaktionen auf meinen gestrigen Beitrag. Das tut sehr gut. 

Auf der Arbeit habe ich einiges geschafft. Es gab eine wichtige Telefonkonferenz, wo uns große Versprechungen seitens des Dienstleisters gemacht wurde. Das blöde daran: das gleiche haben die vor einem Jahr auch gemacht. Wir bleiben also gelassen pessimistisch. 

Für die nächsten Tage noch Verabredungen klar gemacht, die Beste fährt mit der Arbeit weg, da muß ich für Ablenkung sorgen. Hat auch geklappt. 

Früh ins Bett. Ich bin so müde. 

In diesem Sinne 

Flattr this!

20. Juni 2017
nach nedfuller
2 Kommentare

Tagebuch, 20.06.2017

Heute morgen bin ich aufgestanden, wie ich es an so vielen Dienstagen getan habe. Kaffee, Brot schmieren, Duschen, einen schönen Tag wünschen, halt ein Tag wie verdammt noch mal jeder andere. Die Sonne scheint.

Raus aus dem Haus wie jeden anderen Tag der Arbeitswoche auch.

Draußen dann dunkle Wolken.

Ich beschreibe das so gerne, weil mir einfach nichts anderes einfällt. Draußen ist es wundervoll, blau, die gelbe Sonne, der leichte Wind. Drinnen ist es dunkel. Und es bleibt dunkel. Egal wohin die Gedanken sich versuchen zu fliehen, irgendwann kommen sie zurück. Sie sind ja nie weg.

Gedanken? Hört sich so greifbar an, so erklärbar an. Es ist keine Angst, keine Panik, kein unbehagliches hier will ich nicht sein. Es ist dunkel. Es hat keine Farbe, ist nicht schwarz. Es ist nicht greifbar.

Ich sitze auf der Arbeit und bin vertieft in Programmiercode. Mein Tee ist alle. Ich gehe los. Auf der Hälfte der Strecke holen mich die dunklen Wolken ein. Ich weiß in dem Moment nicht mehr, was ich eigentlich wollte. Zum Glück bin ich an jedem anderem Tag auch ständig auf dem Flur unterwegs, der Hans Dampf in allen Gassen. Weil ich das mag. Und es fällt dann eben nicht auf, wenn ich in einem Büro stehen bleibe und ein Gespräch anfange. Oh ja, das kann ich. Und wenn ich mit einem Witz auf meine Kosten anfange, ich bekomme die Leute dazu, sich mit mir zu unterhalten. Das ist das größte Schutzschild, was ich aufbauen kann. Was ich schon immer aufbauen konnte. Immer Lächeln und Winken. Jahrelang mein Motto. Egal was drinnen ist, draußen bekommt das ganz sicher niemand mit. Oh, so sicher nicht.

Die Juniorette abgeholt und den dummen dummen so dummen Fehler gemacht alleine in den Supermarkt zu gehen. Sie hatte noch ein Kratzeis und wollte das in Ruhe aufessen. Wir hatten geklärt, welcher Joghurt und welcher Aufschnitt aufs Brot mit in die Schule soll, also konnte ich alleine los. Großer Fehler. Einkaufswagen nicht wieder gefunden, vergessen, ob und was man schon im Wagen hat, trotz des Einkaufszettels dreimal alles checken. Ich bin ja nicht mal in der Lage einzukaufen.

Am liebsten hätte ich mich einfach irgendwo hingesetzt. Nichts getan. Geweint, geguckt, geirgendwas. Nur nicht einkaufen. Das geht aber nicht. Die Juniorette wartet im Auto. Es geht nicht. Ich habe tatsächlich keine Ahnung, wie ich alles in den Einkaufswagen bekommen habe. Es war aber alles drin. Und wenn die Juniorette an meiner Seite ist, funktioniere ich.

Mit der Juniorette bei Oma noch für das Diktat übermorgen geübt. Zu Hause haben wir noch das Bett neu bezogen (endlich hat die Juniorette mal geholfen) und ein wenig KIKA geschaut. Die Beste kam dann nach Hause und hat den fantastischen Tomatensalat von gestern mit neuen Tomaten noch mal aufgepeppt und Abendbrot gegessen. Dazu gab es vom selbstegmachten Brot ein paar Scheiben.

Ich habe noch Essen für Morgen vorgekocht.

Die dunklen Wolken gehen nicht weg. Ein kurzer Augenblick ohne Ablenkung und sie finden dich. Sie sind da. Sie stellen keine Angst dar, keine Furcht, kein Unwohlsein. Sie sind da. Sie lassen dich vergessen, was du gerade noch tun wolltest, was du gerade denken wolltest.

Die Beste bekommt all das ab. Ich habe keine Ahnung, warum sie das noch mit macht. Ich liebe sie so sehr. Und kann es an einem Tag wie heute so gar nicht zeigen.

Schlafen gehen. Schlaf. Da ist man mit sich.
Versuchen wir das mal. (innerlich wissen lachend ab)

In diesem Sinne

Flattr this!

19. Juni 2017
nach nedfuller
Keine Kommentare

Tagebuch, 19.06.2017

Heute vor drei Jahren wurde der Hamburger Fußball-Club Falke e.V. gegründet. Bei der Gründung war ich nicht dabei, wohl aber bei der Gründungsversammlung, seit dem Tag bin ich auch Mitglied. Aus dieser Idee ist ein Verein gewachen, dessen erste Mannschaft zweimal als Meister aufgestiegen ist und nächste Saison in der Bezirksliga Nord spielt und dessen zweite Mannschaft als Meister in die Kreisklasse A aufgestiegen ist. Wahnsinn.
Wenn ich das treiben rund um meinen alten Fußballclub so anschaue, so habe ich damals die richtige Entscheidung getroffen. Aber das war meine Entscheidung, die ich aus meiner Sicht getroffen und für ich richtig war. Für andere ist das nicht so, das ist auch völlig in Ordnung. Mir sind Mitbestimmung und vor allem Mitmachen sehr wichtig, das bekomme ich bei Falke.

Heute zum Geburtstag sind wir zur unseren neuen Platz umgezogen. Das Training und die Heimspiele der zweiten Mannschaft finden am Steinwiesenweg statt. Eine tolle Anlage, ich habe mich gleich verliebt. Irgendwann wird das alles auch mal unser Horst werden (entschuldigt dieses Wortspiel).

Heute habe ich beim Umzug mitgeholfen, war demnach erst um 22:15 Uhr zu Hause. Die Beste muss drunter leiden, aber sie versteht das. Überhaupt, ich schreibe viel zu wenig, wie froh ich bin, dass sie mich durch mein weiteres Leben begleiten will. Leider kann ich nicht gut schreiben um die richtigen Worte zu finden, um mein Glück zu beschreiben. Sie schafft es immer wieder, dass ich mich jung fühle.

Auf der Arbeit ging es heute drunter und drüber. Manchmal zweifel ich an der Intelligenz einiger Leute. Da werden einfach ohne die IT zu Fragen verändert und dann wundert man sich, dass nichts mehr geht.
Meine Chefin, die beste Chefin der Welt, hat heute noch mal daran erinnert, dass ihr Mutterschutz beginnt. Ich habe verdutzt auf den Kalender geschaut und mit erstaunen festgestellt, dass das wirklich so ist. Okay, ihr Bauch deute darauf hin, dass sie nicht erst im dritten Monat ist. Nunja, auch die Zeit werden wir überbrücken. Das schöne ist ja, dass sie wieder kommen wird. Am Anfang nur halbtags, aber das haben wir beim ersten Kind auch alle zusammen hin bekommen. Wir lösen das ganz pragmatisch.

Zum Abschluss noch das Video des Aufstiegspiels von Falke am letzten Spieltag in Altona. Wer genau hin sieht wird sehen, wie sehr die Beste sich schon mit Falke verbunden fühlt und manchmal ist auch ein dicker bärtiger Mann zu sehen.

HFC Falke Aufstieg 2017 from Titan Crew on Vimeo.

In diesem Sinne

Flattr this!