NedsBlog

Meine Sicht der Dinge

Ein Punkt wie eine Niederlage, Bundesliga 2012/2013 Spieltag 5

Wie war’s?

Gut, bis auf das Ergebnis. Ja, ich hätte den Punkt in Gladbach letzte Woche noch mit Kußhand genommen, aber nach dem Spiel bin ich doch enttäuscht. Wobei enttäuscht bin ich vom Ergebnis, nicht von unserem Spiel.

Die ersten 20 Minuten waren langsam und behäbig, die Flanken wurden zu „einfach“ geschlagen, die Angriffe nicht konzentriert zu Ende gebracht. Dann sah es aber nach Fußball aus, es wurde schnell kombiniert und der Weg zum Tor gesucht.

In der 23 Minute fällt dann das einsnull. Westermann mit einer Kopfballvorlage, van der Vaart läuft und zieht von der linken Strafraumecke ab. Geiles Tor!

Danach gab es kurz ein Aufbäumen von Gladbach, aber wir versuchten sofort die Kontrolle wieder zu gewinnen. Das klappte gut, wir suchten weiter den Weg nach vorne. Das Pressing wurde weiter durchgezogen und die Gladbacher zu Fehlern gezwungen.

Nach einer Ecke kassieren wir dann den völlig unverdienten Ausgleich, nach dem erst Westermann im Strafraum umgewamst wird und dann die anschließende Ecke zum einseins führt. Auch der Kopfball selber war irregulär, wie es Stranzl selbst zugegeben hat. Respekt für diese Aussage. Aytikin hätte aber zweimal auf Foul entscheiden müssen, tat es aber nicht.

Können wir eigentlich auch mal ohne Gegentor bestehen? Das wäre echt klasse.

Aber das ist ja egal, weil wir Tore schießen, aus dem Spiel heraus. Ecken und Freistöße sind im Moment noch keine Waffe. Flanke von Badelj, Kopfball Rudi, zwoeins. Geil!

Das war auch verdient, wir hatten den Gegner im Griff, das Pressing funktionierte, wir gewannen Zweikämpfe und erspielten uns Chancen.

Dann der unsägliche Auftritt vom Schiedsrichter. Stranzl grätscht im Strafraum von hinten Ivo, der nimmt die Einladung an und es gibt Elfmeter und die rote Karte. Es war kein Foul, was der Schiri aber nicht sehen kann. Eine rote Karte hätte ich nicht gegeben.
Das Geschenk wollten wir aber nicht annehmen, van der Vaart verschoß den Elfmeter. Pfosten. Mist.

Das nicht gegebene Tor von Rudi konnte ich leider nicht sehen, weil mein Router meinte, er müßte die Verbindung zum Internet trennen.

Gladbach riskierte dann alles, versuchte alles nach vorne zu bringen. Wir brachten unsere Angriffe nicht mehr zu Ende, versuchten die Zeit runter zu spielen. Und dann muß es ja passieren, in der letzten Minuten bekommen wir den Ausgleich.

Ein Standard, das ist unsere Achillesferse.

Eine tolle Leistung von uns, auch wenn das Ergebnis es nicht hergibt. Die Spieler waren sauer und enttäuscht, was aber gut sein kann. So wissen sie, daß sie bis zur 93. Minute voll konzentriert sein müssen. Wir sind noch lange keine Spitzenmannschaft, die so einen Vorsprung locker zu Ende spielt.

Tor

Nichts zu tun, zwei Gegentore. Gemeines Spiel für einen Torwart.

Abwehr

Wackelig bis stabil, in dem Spiel war alles dring. Diekmeier und Jansen bekamen wenig zu tun. Mancienne und Westermann schon mehr, lösten aber alle Situationen sehr gut. Bis auf die Gegentore sah es aber schon nach was aus da hinten.

Mittelfeld

Milan Badelj. Wow.
Tolgay Arslan, ebenso wow.
Son etwas unauffälliger aber mit viel Laufarbeit. Ivo forderte den Ball oft, brachte aber die Angriffe nicht immer gut zu Ende. van der Vaart mit einem geilen Tor und einem verschossenem Elfer. Am Ende hatte ich das Gefühl, daß die Luft bei ihm raus war.

Sturm

Der Nachteil beim Spiel mit einem Stürmer: Er rennt und rennt und rennt auch in der Defensive, um das Pressing zu starten. Die Kondition leidet darunter und damit dann auch die Konzentration vor dem Tor in der Offensive. Bei der Flanke von Milan war er aber an der richtigen Stelle und drückte den Ball über die Linie. Tolle Leistung. Mit fast 12 km ist er sehr viel gelaufen.

Taktik

Alles beim alten, das erste Mal in dieser Saison stand die gleiche Elf auf dem Platz.
Ich hätte van der Vaart früher ausgewechselt, ebenso Ivo. Die beiden wirkten nach 75 Minuten recht platt.

Einwechslungen

Berg für Rudi, wieder undankbar. Hielt den Ball aber diesmal besser. Sala und Beister sollten dann nur Zeit schinden.

Spieler des Spiels:

Milan Badelj. Defensiv räumt er alles ab und bringt die offensiven Impulse. Stark!

Pöbler des Spiels:

Erneut der Schiri. Aytikin lag meiner Meinung nach oft falsch, auf beiden Seiten. Das einseins, die rote Karte (ich denke, den Elfer kann er so geben, aus seiner Sicht ein Foul) die Aktion von Xhaka gegen Adler, es gab sehr viel, was er falsch gemacht hat.

Was sagt die Statistik?


2Kämpfe gew-Zweikämpfe gewonnen; ges-Gesamt; %-Prozent gewonnen (Beim Torwart: Torschüsse geh-Torschüsse gehalten; ges-gesamt; %-Prozent gehalten), BK-Ballkontakte, TS-Torschüsse (Beim Torwart AF-abgefangene Flanken), Pässe a-Pässe angekommen; g-gespielt; %-Prozent angekommen, FL-Flanken, TSV-Torschussvorlagen, Tor-Tore, TVO-Torvorlagen, LF-Laufleistung in km, Sp-Sprints >-raus, < -rein, Min-Minuten, OF-Offensivfaktor; Quelle: bundesliga.de für die Offensiven Daten (TS, TSV, Tor; TVO) und sky.de für den Rest

Was ich gelesen habe?

Keine Zeit heute abend, Fußball war erst kurz vor Blogbeitragschreiben beendet.

Samstag ist Geburtstag. Das wird gut werden, ich freue mich drauf.

In diesem Sinne: Nur der HSV!

Autor: nedfuller

Ich bin Florian Neumann und versuche hier meine Sicht der Dinge zu beschreiben. Hier klicken um mir einen Euro via Paypal zu schicken